07.11.2018, 09:03 Uhr

Ein Helfer braucht dringend Hilfe Leukämie – große Typisierungsaktion für Feuerwehrmann aus dem Landkreis Straubing-Bogen

(Foto: Andrey Popov/123rf.com)(Foto: Andrey Popov/123rf.com)

Der zweifache Familienvater ist an Leukämie erkrankt – eine Stammzellenspende soll sein Leben retten

STRAUBING-BOGEN Ob bei Bränden, Naturkatastrophen oder Verkehrsunfällen – für einen Feuerwehrmann ist Helfen selbstverständlich.

Diesmal jedoch ist es ein Feuerwehrmann, der dringend Hilfe braucht. Der 45-Jährige aus Haselbach im Landkreis Straubing-Bogen ist an Leukämie (Blutkrebs) erkrankt – eine Stammzellenspende soll sein Leben retten.

Die Freiwillige Feuerwehr Haselbach setzt für ihren Kameraden alle Hebel in Bewegung: Am kommenden Samstag, 10. November, von 13 bis 18 Uhr, wird in Zusammenarbeit mit dem Aktionskreis „Hilfe für Leukämiekranke“ für den zweifachen Vater eine große Typisierung im örtlichen Feuerwehrhaus in Haselbach durchgeführt. Auch viele Vereine aus dem Ort unterstützen die Aktion.

Von der Familie des Erkrankten ist zu hören, dass nach einer Chemotherapie derzeit weitere medizinische Untersuchungen im Krankenhaus vorgenommen werden. „Mehr können wir momentan nicht sagen“, so der Vater des 45-Jährigen zum Wochenblatt. Neue Hoffnung auf Heilung der heimtückischen Krankheit könnte die Typisierung geben.

Mit dem Aktionskreis „Hilfe für Leukämiekranke“ hat man einen kompetenten Partner gefunden. Wie Sprecherin Bianka Stöcker erklärt, ist die Initiative unter dem Dach des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) bereits seit 20 Jahren aktiv, hat in diesem Zeitraum bereits etwa 16.000 Typisierungen, vornehmlich im Raum Straubing durchgeführt.

Möglichst viele gesunde Menschen im Alter von 17 bis 55 Jahren können sich am Samstag in Haselbach kostenlos testen lassen. Dafür wird eine Speichelprobe abgegeben, die im Labor in Ulm auf passende Gewebemerkmale untersucht wird. Eine Erkältung oder evtl. Restalkohol sind unproblematisch, allerdings sollen die Teilnehmer eine halbe Stunde vor der Speichelprobe nichts essen oder trinken. Auch auf Kaugummikauen und Rauchen sollte verzichtet werden.

Je mehr Menschen teilnehmen, umso größer die Chance, dass ein passender Stammzellenspender, entweder für den Feuerwehrmann oder vielleicht einen anderen Leukämie-Patienten gefunden wird. Die Angehörigen des 45-Jährigen sind voller Hoffnung: „Die Familie des Erkrankten bedankt sich schon im Voraus bei allen Personen, die bei dieser Aktion mitmachen.“


0 Kommentare