13.12.2017, 19:45 Uhr

Panne in der JVA Straubing Häftling (33) am Montag geflohen – und keiner hat‘s gemerkt!

Die Justizvollzugsanstalt Straubing. (Foto: sms)Die Justizvollzugsanstalt Straubing. (Foto: sms)

Am Montag ist einem Gefangenen der JVA Straubing die Flucht gelungen.

STRAUBING Panne in der JVA Straubing: Nach Wochenblatt-Informationen ist einem Häftling die Flucht gelungen. Bei dem Geflüchteten soll es sich um einen 33-jährigen Mann handeln. Laut Angaben der JVA war der Mann im Rahmen des offenen Vollzugs in einem anstaltseigenen Bauernhof mit Platz für 32 Häftlinge untergebracht. Am Montagnachmittag, kurz vor dem Einschluss, gelang ihm die Flucht.

Peinlich: Zunächst blieb die Flucht des Mannes in der JVA unbemerkt, wie Anstaltsleiter Hans Amannsberger auf Wochenblatt-Nachfrage bestätigt. Erst durch einen Anruf aus dem Umfeld des Geflüchteten wurden die JVA-Verantwortlichen auf das Fehlen des Häftlings aufmerksam. Hans Amannsberger „Das ist der erste solche Fall seit Jahrzehnten“. Und weiter: „Der Gefangene hat unser Vertrauen aufs Gröblichste missbraucht“. Weshalb der Mann in Straubing einsitzt, dazu machte Amannsberger keine Angaben. Nur soviel: „Es handelt sich um keinen Gewalttäter.“

Lange konnte der Geflohene am Montag seine Freiheit allerdings nicht genießen: Die Straubinger Polizei konnte den Mann noch am selben Abend in der Straubinger Gebrüder-Grimm-Straße festnehmen, wie Kriminalkommissar Günter Tomaschko vom Polizeipräsidium Niederbayern bestätigt. Demnach ließ sich der Mann widerstandslos in Gewahrsam nehmen und in die JVA zurückbringen.

Strafrechtliche Konsequenzen drohen dem 33-Jährigen im vorliegenden Fall nicht, erklärt Amannsberger. Doch Hafterleichterungen und Vorteile des offenen Vollzugs dürften sich für den Mann erledigt haben. Auch eine vorzeitige Haftentlassung sei nun sehr unwahrscheinlich, so Amannsberger.

Muss die JVA Straubing jetzt ihr Sicherheitskonzept überdenken, nachdem es einem Häftling offenbar mühelos gelang zu fliehen? „Das System ist ausgeklügelt und hat sich bewährt“, erklärt Amannsberger und wiederholt: „Dieser Fall ist der erste seit Jahrzehnten!“


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