15.11.2017, 14:27 Uhr

Mahl „angedingt“ Auftakt zur Faschingshochzeit der Freiwilligen Feuerwehr Sankt Englmar macht Lust auf mehr!


Nach zehn Jahren veranstaltet die Freiwillige Feuerwehr Sankt Englmar e. V. am Samstag, 20. Januar 2018 wieder eine Faschingshochzeit. Die Vorbereitungen für dieses einmalige Faschingsereignis laufen auf Hochtouren. Am vergangenen Freitag fand das traditionelle „Mahl andingen“ statt.

SANKT ENGLMAR „Zehn Jahre nach der letzten Faschingshochzeit und nach vielen Wochen der Vorbereitung steigt die Freude, dass es wieder losgeht!“, sagte Hochzeitslader Reinhold Schötz, der schon vor 20 Jahren als solcher fungierte, beim Mahl „andingen“ der Hochzeitsgesellschaft am vergangenen Freitagabend im Gasthaus Bayerwald.

Weil man in Sankt Englmar die Faschingshochzeit traditionell nach der Vorgabe einer echten „Waidlerhochzeit“ aus der Ortsmonographie von Dr. Günter Kapfhammer feiere, gehöre das Mahl „andingen“, also das Probieren des Hochzeitsmahls, Lüngerl und Schweinebraten, und die Bestellung des Wirtshauses mit dazu, so Schötz weiter. „Bestellt“, so sagt Hochzeitslader Lukas Troiber, „haben wir aber schon lange!“ Schließlich soll am 20. Januar alles glatt verlaufen, wenn der „Spangler Sepp’n Sepp“ alias Sarah Heilmann seiner „Koial Kunigunde“ alias Andreas Holmer jun. unter den Augen vieler „ballverkehrter“ Hochzeitsgäste sein JA-Wort auf dem Misthaufen am Kirchplatz gibt. Ein umfangreiches Programm konnten dann die Hochzeitslader Peter Piermeier und Florian Feldmeier vorstellen. So treffe man sich zum Frühmahl, der „Gaglhenn“ im Gasthaus Schroll und Café Greindl, ehe dann der Faschingspfarrer die Trauung vornehme und der Zug mit vielen Gruppen und Wägen durch Sankt Englmar ziehe. Die Felsnstoana spielten kräftig auf, genauso wie Elmar und Franz und ab dem Brautstehlen, das im Angerhof stattfinde, wie beim Hochzeitsball, der dann wieder im Waidlersaal sei, die „Wilderer.“ Als besonderes Schmankerl konnte man die eigens formierte „Englmarer Faschingsblos’n“ ins Leben rufen, welche von Kasplattnrocker Konrad Englberger dirigiert wird. Auch Gstanzl dürfen an so einem Tag selbstverständlich nicht fehlen. Diese hoheitliche Aufgabe des Brautführers übernimmt Andi Aichinger, der auch für die Gesamtleitung verantwortlich ist.

Den ganzen Samstag wurde dann die Verwandtschaft „der beiden nicht zusammenpassenden Brautpersonen“ unter Klängen von Blasmusik und Gstanzln eingeladen. Nach altem Brauch gab es nach dem Sprücherl manchmal ein Bier und eine Brotzeit oder öfter ein Schnapserl, sodass es bis in die Abendstunden wohl ein anstrengender Samstag für Hochzeitslader und Musikanten gewesen sein dürfte. „Halb so wild“, sagen die vier Hochzeitslader und der Brautführer, schließlich haben wir ab Januar wieder Pause, weil man sich das JA-Wort im Sankt Englmarer Fasching nur alle zehn Jahre gibt.“


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