06.11.2019, 20:51 Uhr

Fotografierverbot im Affenhaus Nachwuchs bei den Gorillas im Tiergarten Nürnberg

Das Baby von Gorillaweibchen „Habibu“. (Foto: Tiergarten Nürnberg)Das Baby von Gorillaweibchen „Habibu“. (Foto: Tiergarten Nürnberg)

Am Sonntag, 3. November, brachte das Gorillaweibchen „Habibu“ im Tiergarten der Stadt Nürnberg ihr erstes Junges zur Welt. Das Jungtier wurde kurz nach 20 Uhr geboren. Die zwölfjährige „Habibu“ kümmert sich fürsorglich um ihren Nachwuchs. Das Jungtier hält sich selbstständig an seiner Mutter fest.

NÜRNBERG Bereits am Morgen desselben Tages fanden Tierpflegerinnen auch das 13-jährige Gorillaweibchen WLouna“ mit einem Jungtier vor. Es handelte sich auch bei „Louna“ um den ersten Nachwuchs. Ihr Jungtier war jedoch von Beginn an lebensschwach, weitgehend unbehaart und zeigte keinerlei Greifreflexe. „Louna“ kümmerte sich als Mutter dennoch vorbildlich um ihr Junges. Das Jungtier starb nach mehreren Stunden und „Louna“ trägt es auch noch nach dessen Tod mit sich herum wie es bei Affen üblich ist.

Die gesamte Gorillagruppe verhält sich ruhig und interessiert. „Lena“, die Älteste der Gruppe, zeigt durch ihre aufmerksame Nähe zu den beiden Müttern den starken Zusammenhalt, den die beiden Jungtiere auslösen. Der Vater „Thomas“ verhält sich unauffällig, was bei Gorillas bedeutet, dass er die Jungtiere als seine eigenen Schutzbefohlenen akzeptiert.

Das Gorillaweibchen „Habibu“ wurde am 29. Juli 2007 im Zoo Zürich geboren und wuchs in einer gut funktionierenden Gorillagruppe heran. Seit dem 12. September 2014 lebt sie im Tiergarten Nürnberg, wo sie sich schnell in ihrer neuen Gruppe einlebte. Das Gorillaweibchen „Louna“ kam am 13. Juli 2006 im Zoo Leipzig zur Welt und auch sie wuchs in einer großen, sozial strukturierten Gorillagruppe auf. Das Verhalten beider Muttertiere zeugt von sozialer Kompetenz.

Affenhaus wieder geöffnet

Das wegen des Nachwuchses geschlossene Affenhaus im Tiergarten ist seit Mittwoch, 6. November, wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Die Gorillagruppe verhält sich ruhig. Damit die Tiere nicht gestört werden, ist es im Affenhaus verboten, mit großen Objektiven oder mit Blitzlicht zu fotografieren oder zu filmen. Besonders Gorillamann „Thomas“ reagiert heftig auf Kameraobjektive und erträgt es nicht, fotografiert zu werden. Aufsichtspersonal sorgt im Affenhaus für die Sicherheit der Tiere sowie Besucherinnen und Besucher und kontrolliert das Fotografierverbot.


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