28.07.2019, 20:14 Uhr

Justiz Senior starb 2014 nach Überfall – Ermittlungen im Fall Dieter L. gegen Ehefrau eingestellt

(Foto: JanPietruszk/123RF)(Foto: JanPietruszk/123RF)

Nach mehr als vier Jahren Ermittlungstätigkeit hat die Staatsanwaltschaft Amberg das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Mordes gegen Frau L. und ihren Lebensgefährten wegen Nichtnachweisbarkeit einer Tatbeteiligung eingestellt.

WERNBERG-KÖBLITZ Die Verteidigung begrüßt diese, wenn auch späte, Einstellung und sieht sich in ihrer langjährig geäußerten Auffassung bestätigt, dass von Anbeginn der Ermittlungen ein Tatverdacht gegen Frau L. und ihren Lebensgefährten nicht haltbar war.

Der Unternehmer Dieter L. war in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember 2014 in seinem Haus in Wernberg-Köblitz überfallen und schwer verletzt worden. Der damals 76-jährige starb vier Wochen später im Krankenhaus. Seit März 2015 standen die getrennt lebende Ehefrau und deren Lebensgefährte im Fokus der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen, mit allen damit einhergehenden negativen Makeln.

Bereits mit Presseerklärungen vom 4. Januar 2016 und 3. Januar 2017 hatte die Verteidigung die überlange Spurenanalysedauer bemängelt. Bereits Anfang 2017 äußerte Rechtsanwalt Robert Hankowetz, Verteidiger von Frau L., dass die bisherigen Ermittlungen und Spurenauswertungen den zunächst in den Raum gestellten Verdacht nicht bestätigen konnten. Das Gegenteil sei der Fall, so Hankowetz.

Die Staatsanwaltschaft Amberg ist nunmehr mit der Einstellungsverfügung auch den Anträgen der Verteidigung auf ergänzende Akteneinsicht nachgekommen. Die hierbei neu überlassenen, umfangreichen Akten müssen jetzt einer eingehenden Sichtung unterzogen wegen, um Grundlagen etwaiger Schadensersatzansprüche zu prüfen.


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