28.06.2019, 12:12 Uhr

Massenhaftes Auftreten Der Eichenprozessionsspinner macht sich entlang der Autobahnen in Nordbayern breit

(Foto: Judith Flacke/123rf.com)(Foto: Judith Flacke/123rf.com)

Die Autobahndirektion Nordbayern führt derzeit auch im Bereich der Dienststelle Fürth die mechanische Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners durch. Eine Fachfirma sammelt in den nächsten Wochen entlang der Autobahnen und PWC-Anlagen die Nester mit den verpuppten Raupen ab.

BAYERN Die beauftragte Fachfirma hat bereits mit dem Entfernen der Raupennester auf den Parkplätzen an der A6 zwischen der Anschlussstelle Herrieden und der Landesgrenze Baden-Württemberg begonnen. Die Bekämpfungsmaßnahmen im Zuständigkeitsbereich der Dienststelle Fürth werden voraussichtlich bis Ende Juli 2019 abgeschlossen sein. Es hängt vor allem von der Witterung ab, wann sich die Raupen zum Verpuppen in ihre Nester zurückziehen.

Daher können sich die Termine für das Entfernen der Raupennester noch verschieben. Die Kosten für die gesamte Beseitigung belaufen sich auf circa 400.000 Euro. Zum vorbeugenden Gesundheitsschutz gegen die Brennhaare der Raupen tragen die Mitarbeiter der Bekämpfungsfirma entsprechende Schutzkleidung.

Schwerpunkt für das Absammeln sind die Autobahnabschnitte an der A3, zwischen den Anschlussstellen Erlangen-Tennenlohe und Parsberg, an der A6, zwischen dem Autobahnkreuz Nürnberg Ost und der Landesgrenze Baden-Württemberg sowie an der A73, zwischen den Anschlussstellen Möhrendorf und Eltersdorf.

Das massenhafte Auftreten des Eichenprozessionsspinners stellt alljährlich ein erhebliches Problem für die Verkehrsteilnehmer und für das Personal des Betriebsdienstes der Autobahndirektion Nordbayern dar. Wie schon berichtet, bilden die Raupen des Eichenprozessionsspinners im Laufe ihrer Entwicklung feine Brennhaare aus, die nach Hautkontakt zu schweren allergischen Reaktionen bis hin zu Quaddeln am ganzen Körper, oder nach dem Einatmen der Brennhaare zu Reizungen an Mund- und Nasenschleimhäuten und sogar zu Asthmaanfällen führen können. Daher werden bei entsprechendem Befall Ruhezonen auf einzelnen Rastanlagen derzeit abgesperrt.


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