24.05.2019, 09:10 Uhr

Beschuss kann ausgeschlossen werden Toten Luchs im Steinwald aufgefunden – Experten vermuten Revierkampf als Todesursache

(Foto: circumnavigation/123RF)(Foto: circumnavigation/123RF)

Am 17. März wurde im Steinwald in der Oberpfalz ein männlicher Luchs tot aufgefunden. Der Luchs war stark abgemagert und wies äußere Verletzungen auf.

STEINWALD/OBERPFALZ Das Tier war dort im April 2018 nach einer Gesundpflege freigelassen worden. Zur Klärung der Todesursache beauftragte die Polizei eine forensische Untersuchung. Nach den nun vorliegenden Ergebnissen stammen die Verletzungen des Tieres offensichtlich von Auseinandersetzungen mit einem anderen Luchs. Ein Beschuss kann ausgeschlossen werden.

Der Steinwald bietet mit seinen großen, wildreichen Wäldern und der überwiegend extensiv genutzten Kulturlandschaft einen guten Lebensraum für Luchse. Bereits im August 2016 wurde im Steinwald ein gesundgepflegtes Luchsweibchen freigelassen. Seit Mitte Oktober 2018 hält sich zudem ein weiterer männlicher Luchs im Steinwald auf, mit dem es vermutlich den tödlichen Revierkampf gegeben hat. Die Wiederfreilassungen der beiden gesundgepflegten Luchse erfolgten mit tatkräftiger Unterstützung der Güterverwaltung Friedenfels, der Jäger in der nördlichen Oberpfalz und im südlichen Oberfranken sowie in enger Abstimmung mit den Behörden und den Bayerischen Staatsforsten.


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