08.04.2019, 10:47 Uhr

Grabungen Fall Monika Frischholz – die Polizei sucht in Waldkirch bei Flossenbürg, einem potentiellen Ablageort einer Leiche

(Foto: PP Oberpfalz)(Foto: PP Oberpfalz)

Mit Bekanntgabe vom Dezember 2018 hat die Kriminalpolizeiinspektion Weiden die EG „Froschau“ gegründet, die das Verschwinden und den möglichen Tod der seit über 42 Jahren in Flossenbürg abgängigen zwölfjährigen Monika Frischholz aufklären soll. Von der These, dass das Mädchen ermordet wurde, rückt die Ermittlungsgruppe weiterhin nicht ab. Am Montag, 8. April, finden erste Grabungsarbeiten an einem möglichen Ablageort der Leiche südlich von Waldkirch statt.

FLOSSENBÜRG Am 25. Mai 1976, gegen 15.30 Uhr, wurde die damals zwölfjährige Monika Frischholz in ihrem Heimatort Flossenbürg zum letzten Mal lebend gesehen. Gegen 15.15 Uhr verließ sie ihr Elternhaus im Stieberweg und ging Richtung Floßer Straße. Dort bog sie nach links ab und ging die Floßer Straße bergab. Durch Zeugenhinweise der damaligen, aber auch der heutigen Zeit konnten die Ermittler ihren Fußweg bis zu der Abzweigung nach Waldkirch rekonstruieren. Von dort ging die Suche der „EG Froschau“ nach Monika Frischholz weiter.

Nach einer Vielzahl von wertvollen Hinweisen aus der Bevölkerung beginnt am Montag, 8. April, die Suche nach dem Leichnam von Monika Frischholz. Die Ermittler der Weidener Kriminalpolizei konnten durch ihre Arbeit einen potentiellen Ablageort der Leiche herausarbeiten und graben an einem Waldrand südlich der kleinen Ortschaft Waldkirch bei Flossenbürg. Unterstützt werden die Kriminalbeamten der EG „Froschau“ von Spezialisten verschiedener Fachrichtungen. So sind unter anderem Kräfte des Fachkommissariats für Spurensicherung bei der Kriminalpolizeiinspektion Weiden i.d.OPf., der sogenannten Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes, des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Erlangen-Nürnberg, der Operativen Fallanalyse Bayern, der Staatsanwaltschaft Weiden und einer technischen Einsatzeinheit der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Nürnberg eingebunden.

Ob und inwieweit die forensischen Grabungen zu einer Auffindung von menschlichen Überresten oder Beweismitteln führen werden, ist noch vollkommen offen. Dazu Ermittlungsgruppenleiter der „EG Froschau“ Kriminalhauptkommissar Armin Bock:

„Unsere Ermittlungen haben uns nun so weit geführt, dass wir diesen möglichen Ablageort der Monika genauer untersuchen wollen. Wir wissen noch nicht was uns erwartet und ob wir sie letztlich hier finden. Egal jedoch wie diese erste Untersuchung verlaufen wird: Wir werden nicht aufgeben!“

Nähere Erläuterungen der Erkenntnisse, welche zur Grabung an diesem Ort geführt haben, können mit Blick auf das laufende Verfahren nicht gegeben werden.

Zeugen gesucht

Die vom Bayerischen Landeskriminalamt ausgesetzte Belohnung für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, in Höhe von 10.000 Euro (in Worten: zehntausend Euro) soll nach wie vor motivieren, Informationen an die Polizei weiter zu geben. Die Belohnung wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt. Zeugen, die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben, werden um sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Mordes unter der Rufnummer 0961/401-291 gebeten. Jeglicher noch so kleine Hinweis kann weiterhin für die Ermittler von großer Bedeutung sein.


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