24.09.2018, 15:52 Uhr

Tierisch Birdwatch – das faszinierende Schauspiel des Vogelzugs beobachten

(Foto: andreanita/123rf.com)(Foto: andreanita/123rf.com)

Am ersten Oktoberwochenende finden zum europäischen Birdwatch bayernweit zahlreiche LBV-Veranstaltungen statt.

BAYERN Rund um das erste Wochenende im Oktober am 5. und 6. Oktober lädt der LBV bayernweit zum Birdwatch ein. Auf 27 Exkursionen können Naturfreunde im gesamten Freistaat das Schauspiel des jährlichen Vogelzugs live miterleben. Im Mittelpunkt dieses größten Vogelbeobachtungsereignisses der Welt stehen etwa 200 Millionen deutsche Brutvögel, die sich alljährlich auf den Weg nach Südeuropa oder Afrika machen. Mit ihrem Zug in den Süden weichen sie der Nahrungsknappheit des Winters aus. „Dazu gesellt sich eine noch größere Anzahl an Überwinterern und Durchzüglern aus Nordeuropa, sodass insgesamt schätzungsweise eine halbe Milliarde Vögel in und über Deutschland auf dem Zug sind“, sagt die LBV-Biologin Anne Schneider. Europaweit erreicht der jährliche Vogelzug am ersten Oktoberwochenende seinen Höhepunkt.

Jeder Interessierte kann an den insgesamt 27 Exkursionen, die LBV-Experten in ganz Bayern zum Thema Vogelzug und Zugvögel anbieten, teilnehmen (Details siehe Anhang). Naturfreunde erfahren dabei viel Wissenswertes und Spannendes über den Vogelzug und können sich an der Zählung der Zugvögel beteiligen. Während der Hauptzugzeit ist bei guter Sicht eigentlich jede Tageszeit erfolgversprechend. „Besonders Kraniche, Finken, Schwalben, Lerchen oder Saatkrähen fliegen tagsüber, andere Arten wie Stare, Drosseln oder Watvögel bekommt man jedoch kaum zu sehen, da sie überwiegend nachts ziehen. Hier hat man an den Rastplätzen der Vögel bessere Beobachtungschancen“, so die LBV-Biologin Anne Schneider.

Vogelbeobachtung als gemeinsames Naturerlebnis steht beim Birdwatch im Mittelpunkt. „Das faszinierende Schauspiel des Vogelzugs soll möglichst viele Naturfreunde begeistern“, erklärt Schneider. Für die Beobachtung gibt sie folgende Tipps: „Am besten beobachtet man von einem erhöhten oder freiliegenden Standort aus. Da Zugvögel ihre Flughöhe nicht verändern, nur weil ein Hügel vor ihnen liegt, ist man dort näher an den Vögeln dran. So bekommt man die Vogelschwärme hautnah mit und kann sie auch leichter erkennen. Wenn man sicher bestimmen möchte, welche Art gerade über einen fliegt, ist ein Fernglas aber unentbehrlich.“ Beobachtete Vogelarten können gezählt und gemeldet werden.

In Zusammenarbeit mit dem bundesweiten LBV-Partner NABU und dem Naturgucker-Portal werden die Informationen über die Arten und Individuenzahlen, die während der Birdwatch-Veranstaltungen beobachtet werden, in einer gemeinsamen Datenbank erfasst. Die Daten dokumentieren die Vielfalt und Reichhaltigkeit der Vogelwelt, die beim Vogelzug zu erleben ist. „Buchfink, Star, Graugans oder Kranich zählen zu den häufigen Zugvogel-Arten. Es könne aber auch regelmäßig Raritäten wie Rotfußfalken, Fischadler oder Beutelmeisen bestaunt werden“, so die LBV-Biologin.

Einen Veranstaltungskalender zum Birdwatch-Wochenende 2018 sowie viele weitere Infos rund um den Vogelzug finden sich im Internet unter www.lbv.de und im Anhang.


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