09.05.2018, 14:32 Uhr

Kurioser Polizeieinsatz Nicht genug Platz im Auto – Ehefrau im Kofferraum mitgenommen

(Foto: dedivan1923/123RF)(Foto: dedivan1923/123RF)

Ein etwas ungewöhnlicher Einsatz beschäftigte die Verkehrspolizeiinspektion Weiden am Dienstag, 8. Mai.

ALTENSTADT AN DER WALDNAAB Gegen 20 Uhr teilte eine anonyme Verkehrsteilnehmerin bei der Polizei telefonisch mit, dass sie gerade beobachtet habe, wie eine Frau im Kofferraum eines roten Ford Focus verschwunden sei und das Fahrzeug nun bei Wernberg-Köblitz auf der Autobahn A93 Richtung Norden unterwegs wäre. Da aufgrund der dubiosen Umstände eine Gewalttat nicht ausgeschlossen werden konnte, löste die Polizeieinsatzzentrale Oberpfalz eine Fahndung nach dem Pkw aus. Nach etwa 15 Minuten konnte das gesuchte Fahrzeug bei Altenstadt an der Waldnaab von einer Streifenwagenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Weiden festgestellt und die Anhaltung und Kontrolle des 29-jährigen Fahrzeugführers unter maximaler Eigensicherung durchgeführt werden.

Bei der Durchsuchung des Ford konnten die Streifenbeamten dann tatsächlich im versperrten Kofferraum eine 30-jährige Frau vorfinden – die Ehefrau des Fahrzeugführers und Mutter der im Fahrzeug befindlichen vier Kinder. Es stellte sich heraus, dass die sechsköpfige Familie über die Autobahn nach Hause fahren wollte. Da die Sitzplätze für die gesamte Familie nicht ausreichten und den Eltern die Sicherung der Kinder wichtig erschien, stieg die Mutter kurzerhand freiwillig und ohne sich weiter Gedanken zu machen, in den Kofferraum des Fahrzeugs.

Natürlich ist das Verhalten der Mutter, wie auch des verantwortlichen Fahrers, nicht in Ordnung. Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert. Wäre es zu einem Verkehrsunfall gekommen, möchte man über die Folgen gar nicht nachdenken. Die Polizeibeamten haben die einsichtigen, von der Kontrolle erkennbar mitgenommenen Eltern eindringlich belehrt und es bei einer mündlichen Verwarnung belassen, da alle vier Kinder durch Sicherheitsgurte und Rückhalteeinrichtungen ordnungsgemäß gesichert waren, der Nachhauseweg nicht mehr weit war und die Kontrolle bei allen Fahrzeuginsassen einen nachhaltigen Eindruck hinterließ. Zu guter Letzt wurde die Mutter von der Streifenwagenbesatzung nach Hause gefahren.


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