03.01.2021, 14:14 Uhr

Jahreswechsel Volontärin Kathrin Lechl blickt zurück – 2020, (k)ein ganz normales Jahr

Bei Nebel besonders stimmungsvoll: der Max-Schultze-Steig. Foto: Kathrin LechlBei Nebel besonders stimmungsvoll: der Max-Schultze-Steig. Foto: Kathrin Lechl

Was für ein Jahr! 2020 ist fast vorbei, dabei hat es gefühlt gerade erst angefangen ...

Regensburg. Nach „Hast du deine Maske dabei?“ und „Haben wir noch Klopapier?“ war der Satz des Jahres wohl „Wie schnell die Zeit vergeht!“ – und dieses Jahr fühlte sich das besonders schlimm an, denn so wirklich passiert ist eigentlich nichts. Außer Corona ... Anfang des Jahres ahnten die meisten von uns noch nicht, welche Auswirkungen das neuartige Virus auf unseren Alltag haben und wie es unser Jahr auf den Kopf stellen wird. Doch dann bekamen wir es plötzlich ganz schnell zu spüren.

Während viele Kolleginnen und Kollegen in Kurzarbeit mussten und teils immer noch sind, konnte ich mein Volontariat zum Glück einigermaßen „normal“ fortführen und im Oktober meine persönliche „Halbzeit“ erleben, doch das geplante Seminar für Volontäre, das ich im März belegen sollte, fiel natürlich den Einschränkungen zum Opfer. Statt nach Passau ging es dann nach Hause ins Homeoffice, wo ich während des Lockdowns interessante Themen recherchierte und zahlreiche Telefon-Interviews führte. Ich lernte viele Vereine, Bands und Menschen kennen.

Und das ein oder andere ist dann doch noch neben der Pandemie passiert, wie etwa die Kommunalwahlen oder der Baumer-Prozess, die ich beide mit begleitet habe. Der Polizei durfte ich im Rahmen einer Übung einer lebensbedrohlichen Einsatzlage und bei der Videoüberwachung über die Schulter schauen. Ein komisches Gefühl, Schüsse zu hören, auch wenn man weiß, dass sie nicht echt sind!

Negativ im Gedächtnis geblieben sind mir die vielen Hasskommentare, die innerhalb kürzester Zeit unter einen meiner Artikel gepostet wurden, in dem ich über eine Schülerin schrieb, die sich für die Umbenennung der Drei-Mohren-Straße einsetzt. Manchen Leuten fehlt es dermaßen an Feinfühligkeit ...

Die wohl bekannteste Person, die ich 2020 persönlich getroffen habe, war Til Schweiger. Der besuchte Regensburg, um sein neues Boot vorzustellen, und machte dabei seinem Namen alle Ehre ...

Nicht nur beruflich, auch privat habe ich viele Stunden vor dem Bildschirm verbracht, beim Online-Sprachcafé, Online-Spieleabend und bei der Online-Chorprobe. Zeit für viel Bewegung nahm ich mir trotzdem. Ich habe sogar eine neue Sportart für mich entdeckt: Aerial Yoga. Und ich bin immer noch froh und dankbar, dass man trotz Pandemie an die frische Luft durfte. So bleiben mir viele Spaziergänge, allein oder mit Freunden, oder Wanderungen in der Umgebung in Erinnerung, etwa der Max-Schultze-Steig auf meinem Foto. Übrigens auch bei Nebel zu empfehlen!


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