16.06.2020, 15:06 Uhr

Erfolgreiche Brunnenbohrung Bohrkerne zeigen 200 Millionen Jahre geologische Geschichte

Labertaler-Geschäftsführerin Lilo Sillner und Andreas Bulla, Hanna Wicke und Technischer Leiter Volker Marquardt.  Foto: LabertalerLabertaler-Geschäftsführerin Lilo Sillner und Andreas Bulla, Hanna Wicke und Technischer Leiter Volker Marquardt. Foto: Labertaler

Die aktuellen Brunnenbohrungen der Labertaler Heil- und Mineralquellen GmbH aus Schierling erweisen sich als sehr erfolgreich. Zum einen, weil wertvolles Mineralwasser erschlossen werden konnte. Zum anderen, weil die beim Kernbohrverfahren erbohrten Bohrkerne, die bei den Erkundungsbohrungen aus bis zu 220 Metern gewonnen wurden, wichtige neue Erkenntnisse aus der geologischen Geschichte von rund 200 Millionen Jahren aufzeigen.

Schierling. Einige Gesteinsschichten stellten sich auch als „sehr ungewöhnlich“ heraus. Diese geologischen Anomalien sind sehr interessant und Andreas Bulla vom Wasserwirtschaftsamt in Regensburg sowie Hanna Wicke vom Ingenieurbüro Envitec ließen es sich nicht nehmen und nahmen die Bohrkerne aus Schierling genauer unter die Lupe. Diese geben den Geologen einen weiteren wichtigen Einblick in die geologischen Formationen. Auch das Landesamt für Umwelt begleitet die Bohrungen mit sehr viel Interesse, da es sehr selten vorkommt, dass so interessante zusammenhängende Einblicke in unsere erdgeschichtlichen Vorgänge aufgenommen werden können. Die Gesteinsschichten, die das Wasser, welches vor mehreren tausend bis 10.000 Jahren als Regen auf die Erde fiel, durchwandert, sind für die individuelle Mineralisierung des Mineralwassers verantwortlich. Denn Mineralwasser ist ein reines Naturprodukt, dass auf seinem Weg durch die unterschiedlichen Erdschichten gereinigt, gefiltert und mit zahlreichen Mineralien und Spurenelementen angereichert wird. Mit den Bohrungen erkundet und erschließt Labertaler das langfristige Wasserdargebot um die bestehenden Mineralwasserbrunnen optimal zu bewirtschaften, zu schonen und nachhaltig vor Umwelteinflüssen zu schützen. Technischer Leiter, Volker Marquardt, betonte dabei, dass er sich besonders über die enge, offene und gute Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Regensburg und dem Landesamt für Umwelt freue.


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