07.05.2020, 08:59 Uhr

„Gekommen, um zu bleiben“ Aktion „Gastfreundschaft hilft Regensburg“ geht zu Ende – Organisatoren schmieden bereits neue Pläne

 Foto: Gastfreundschaft hilft Regensburg Foto: Gastfreundschaft hilft Regensburg

Das Projekt „Gastfreundschaft hilft Regensburg“ geht in den Endspurt. Seit 2. April hatten Gastronomen aus der Region, deren eigene Restaurants wegen der Corona-Krise geschlossen waren, und viele fleißige Helfer für Bedürftige gekocht und Gabentüten verteilt.

Regensburg. Zu Beginn der Aktion wurden vor dem „Marple & Stringer“ am Bismarckplatz 4 an einzelnen Tagen knapp 100 Portionen frisches Mittagessen ausgegeben, „in den letzten Wochen hatten wir selten unter 200 Portionen, an Spitzentagen fast 300 Portionen“, berichten die Organisatoren . Zusätzlich wurden pro Tag etwa 170 Gabentüten ausgegeben, die mit Spenden gefüllt waren.

„Wir haben viel erlebt in dieser Zeit, Bewegendes, Schönes und auch Trauriges. Wir sind berührt von der großen Solidarität, die wir erleben durften. Wir riefen nach selbstgenähten Masken oder Spenden für unsere Gabentüten, und die Regensburger kamen und halfen“, berichten die Organisatoren. „Unglaubliche Unterstützung“ habe die Aktion von den Sponsoren und Lebensmittellieferanten unglaubliche erfahren. „Ohne diese Großzügigkeit wäre unser Projekt nicht möglich gewesen. Wir haben große Dankbarkeit erlebt und sind selbst sehr dankbar für diese Zeit. Und wir sind einander als Team ans Herz gewachsen, denn eine solche Erfahrung schweißt zusammen.“

Nun stellt sich die Frage, wie geht es weiter geht. Seit 4. Mai hat die Fürstliche Notstandsküche wieder geöffnet, Bedürftige haben also wieder eine Anlaufstelle. „Weil wir aber Bedarf sehen, sind wir in die Verlängerung gegangen“, auch am Donnerstag, Freitag und Samstag, 7. bis 9. Mai, werden am Bismarckplatz von 12 bis 14 Uhr Lebensmittel und warmes Essen ausgegeben. „Dann ist unsere Zeit im ,Marple & Stringer‘(leider) vorbei. Aber verschwinden werden wir nicht. Wir sind gerade dabei, einen Verein zu gründen und wollen auch aktiv und ganz konkret weiter Hilfe leisten“, sagen die Organisatoren, die den Schwung der Arbeit der letzten Wochen nun über die Corona-Zeit hinaus lebendig halten wollen. „Zum Beispiel hier: Der Strohhalm, der seit 20 Jahren täglich wertvolle Arbeit leistet, öffnet am 11. Mai seine Mittagsausgabe durchs Fenster. Wir werden den Strohhalm dabei aktiv unterstützen. Auch sonst mangelt es uns nicht an Ideen für ,Gastfreundschaft hilft Regensburg‘!“ Und da gibt es prominente Unterstützung; „Judith Holofernes, Sängerin von ,Wir sind Helden‘, von der wir uns den Slogan ,Gekommen, um zu bleiben‘ geliehen haben, ist übrigens sehr angetan von unserer Idee und hat uns freundlicherweise erlaubt, ihren Text zu verwenden. In diesem Sinne: Gekommen, um zu bleiben, wir gehen nicht mehr weg!“

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.gastfreundschaft-hilft-regensburg.de.


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