15.04.2020, 09:50 Uhr

Beschränkungen machen zu schaffen Keine Feste, keine Partys – das Coronavirus trifft auch die Brauerei Bischofshof aus Regensburg

 Foto: Ursula Hildebrand Foto: Ursula Hildebrand

Getrunken wird immer, das möchte man meinen. Und ganz unrichtig ist dieser Satz nicht, denn auch in Zeiten der Ausgangsbeschränkung brauchen wir Getränke – Mineralwasser, Softdrinks, Bier ...

Regensburg. Es hat den Anschein, als ob es Getränkeherstellern und Brauereien doch gut gehen müsste – selbst in Corona-Zeiten. Doch das stimmt so leider nicht. Auch wenn viele Menschen Getränke einkaufen, brechen auch hier wichtige Einnahmequellen weg. „Gasthäuser und Hotels sind geschlossen, Sportevents fallen aus, traditionelle Frühjahrs-Festveranstaltungen werden abgesagt und selbst privat darf nicht mehr in größeren Gruppen gefeiert werden“, schildert Thomas Neiswirth, Marketingleiter bei der Brauerei Bischofshof aus Regensburg, die Sorgen, die das Unternehmen gerade plagen. „Die aktuelle Ausnahmesituation beutelt uns als mittelständische Brauerei natürlich sehr, weil die meisten Gelegenheiten, Absatz zu generieren, wegbrechen“, so Neiswirth. Und das stellt das Unternehmen vor große Herausforderungen: „Die aktuellen Maßnahmen, die die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus eindämmen sollen, treffen uns doppelt hart. Denn zu den dramatischen Umsatzausfällen beim Bier durch geschlossene Gastronomie-Betriebe, abgesagte Volksfeste und gestrichene Sportveranstaltungen kommt die Schließung des ,Bischofshof am Dom‘. Das Traditionsrestaurant mit Hotel, eine ,Tochter‘ der Brauerei, darf derzeit bis mindestens zum Ende der Osterferien nicht öffnen.“ Das „Bischofshof am Dom“ ist ein bei Einheimischen und auch bei Touristen sehr beliebtes Lokal – direkt eben dem Dom genießen viele Gäste das besondere Ambiente. Hier werden Geburtstage und Hochzeiten gefeiert, Touristen genießen das gute Essen – doch nun bleibt die Küche kalt.

Auch die Regensburger Maidult kann nicht stattfinden, die Stadt Regensburg hat das Volksfest bereits abgesagt. Und das trifft auch die Brauereien. „Not macht erfinderisch“, dieser alte Spruch trifft auch auf die Regensburger Brauerei zu. Denn hier wird nun auch geliefert: „So haben wir gemeinsam mit dem Getränkeservice Regensburg eine Heimdienst-Aktion zu Abholmarktpreisen kreiert, bei der die Regensburger Dultbiere trotz Dultabsage nach Hause geliefert werden.“ Im Internet finden alle Bischofshof-Liebhaber unter www.gs-regensburg.de alle Biere und Aktionen. Man kann dann direkt auf der Homepage, telefonisch unter der Nummer 0941/ 69 89 60 oder per Mail an bestellung@gs-regensburg.de bestellen und per Heimdienst das „Dultbier für zu Hause“ geliefert bekommen. Da die Dult ausfällt, lautet das Motto eben „Dult dahoam“! „Stoßen wir gemeinsam auf die Maidult an und zaubern ein wenig Geselligkeit in die Familienheime der Regensburger!“ Auch das Dult-Cola-Mix von Perlkrone, die Labertaler-Mineralwässer und die Regensburger Nagler-Säfte können bestellt werden. Und: Als Zugabe stiftet Bischofshof auch noch einen Maßkrug „für dahoam“ ab einer Bestellung von zwei Bischofshof-Kisten. Mit solchen Aktionen will die Brauerei wenigstens einen kleinen Teil der finanziellen Ausfälle kompensieren.


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