31.01.2020, 14:27 Uhr

Das hätte böse ausgehen können Mann stürzt in einen über vier Meter tiefen Schacht – die Rettung kam erst nach mehreren Tagen!


Unfassbares Glück hatte ein im Stadtteil Kumpfmühl-Ziegetsdorf wohnhafter Regensburger. Er war am Montag, 27. Januar, auf dem Heimweg vom Weg abgekommen und ohne Fremdverschulden auf Bahngelände in einen über vier Meter tiefen Schacht gestürzt. Erst am Donnerstagnachmittag, 30. Januar, hörten DB-Mitarbeiter seine Hilferufe. Nahezu unverletzt befreiten ihn Feuerwehr und Rettungsdienst.

REGENSBURG Nach eigenen Angaben war der 56-Jährige am Montagabend gegen 20 Uhr auf dem Heimweg im Bereich Friedenstraße/Paracelsusstraße aus unerklärlichen Gründen vom Weg abgekommen und ohne Fremdverschulden auf Bahngelände in einen über vier Meter tiefen Schacht gestürzt, aus dem er sich nicht selbst befreien konnte. Nach tagelangen, vergeblichen Hilferufen entdeckten am Donnerstag gegen 14 Uhr zwei Bahnmitarbeiter den hilflosen Mann. Alarmierte Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes befreiten daraufhin den Verunglückten. Dieser war auf den ersten Blick äußerlich unverletzt und in erstaunlich guter Verfassung war. Nach wenigen Stunden Aufenthalt hat der 56-Jährige das Krankenhaus noch am gestrigen Abend verlassen und ist in seine Wohnung zurückgekehrt. Wie er heute gegenüber der Bundespolizei angab, habe er nur kleinere Prellungen.

Wie die Ermittlungen der Bundespolizei bisher ergaben, handelt es sich bei dem Schacht um ein Relikt aus der Zeit der Dampflokomotiven und diente zur Wassereinspeisung. Das Grundstück, auf dem sich der Schacht befindet, ist im Eigentum der DB-Immobilien und wird zur Zeit von der DB-Netz als Materiallager genutzt. Die letzten Arbeiten in diesem Bereich waren Mitte November abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt war der Schacht nach DB-Angaben mit einem Metalldeckel gesichert. Der Schachteinstieg ist etwa 80 mal 80 Zentimeter breit. Der Schacht weitet sich nach unten auf und ist im Fußbereich abgeschrägt. Dabei ist er zwischen 4,10 Meter und 4,50 Meter tief.

Die Bundespolizei ermittelt jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung durch unterlassene Sicherungspflicht gegen unbekannt. Weitergehende Ermittlungen müssen noch mit der Staatsanwaltschaft abgestimmt werden.


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