20.12.2019, 11:38 Uhr

Heute 18-jährige Vierlinge als Paten Großes Glück – Regensburger Vierlinge werden noch vor Weihnachten entlassen


Es gibt sie noch – die kleinen und gleichzeitig ganz großen Wunder, die unser Leben bereichern und berühren. In der KUNO-Klinik St. Hedwig zählt heuer dazu ganz sicher die Geburt von Vierlingen in der Vorweihnachtszeit.

REGENSBURG „Für uns war das eine große Freude“, so die Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Prof. Dr. Birgit Seelbach-Göbel. „Nichts ist schöner, als dabei helfen zu können, diesen Kleinen den Weg in ein gesundes Leben zu ermöglichen. Und das hat nicht nur durch unsere darauf ausgerichtete medizinische Versorgung funktioniert, sondern auch dank eines eingespielten Teams, das sich mit Empathie, persönlichem Einsatz und viel Liebe für die Kleinen stark gemacht hat.“

Zugegeben: Mehrlingsgeburten gehören heute zum Alltag von optimal ausgestatteten Kinderkrankenhäusern wie die Regensburger KUNO-Klinik St. Hedwig. Etwas Besonderes sind sie trotzdem – vor allem, wenn es sich um Vierlinge handelt. „Zwillinge kommen häufig vor, auch die Anzahl an Drillingen ist in den letzten Jahren gestiegen“, bestätigt Chefarzt Prof. Dr. Sven Matthias Wellmann, Leiter der Neonatologie. „Vierlinge sind allerdings eine Ausnahme und oft bei der Geburt sehr klein. Werden sie gesund entlassen, ist das für uns alle ein großartiger Tag.“

Finja, Hanna, Ina und Noah dürfen noch vor Weihnachten nach Hause. Sie wurden in der 31. Schwangerschaftswoche in St. Hedwig geboren. Ihr eigentlicher Geburtstermin wäre erst Anfang 2020 gewesen, sie kamen also viel zu früh. Anfangs waren sie sehr klein und mussten über Wochen intensiv betreut werden. Doch rechtzeitig zum Fest als schönstes Weihnachtsgeschenk kann die Familie sie mit heimnehmen.

Ganz ähnlich erging es David, Florian, Laura und Thomas vor 18 Jahren. Auch sie sind in St. Hedwig als Vierlinge zur Welt gekommen – im Mai 2001 und damals wie heute ein kleines Wunder. Inzwischen sind sie volljährig und stehen mitten im Leben. An die schwierigen ersten Monate können sie sich natürlich nicht erinnern, wissen aber aus den Erzählungen der Familie um die Aufregung der Anfangszeit. Über ihre vier Nachfolger in St. Hedwig freuen sie sich ganz besonders, zumal diesmal genau umgekehrt drei Mädchen und ein Junge das Licht der Welt erblickt haben. „Wir wollten die Kleinen unbedingt kennenlernen“, bestätigt Laura. „Und wir werden die vier Süßen die nächsten Jahre ganz sicher nicht aus den Augen verlieren.“ Tatsächlich übernehmen die „großen“ Vierlinge nun sogar eine Art Patenschaft für ihre winzigen Nachfolger. Ein erster gemeinsamer Fototermin fand am vergangenen Donnerstag in St. Hedwig statt. „Zweimal vier – das ist großes Glück im Doppelpack“, freut sich darüber auch Prof. Wellmann. „Wir wünschen diesen acht außergewöhnlichen Kindern und ihren Familien ein wundervolles Leben miteinander und natürlich schöne Weihnachten.“

Aufregend wird die nächste Zeit für die junge Familie mit Finja, Hanna, Ina und Noah ganz sicher, schließlich brauchen die Kleinen noch sehr viel Zuwendung und Pflege. Doch mit David, Florian, Laura und Thomas haben sie nun immer vor Augen, wie beglückend es ist, wenn aus winzigen Frühchen junge und gesunde Erwachsene werden.


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