18.11.2019, 19:30 Uhr

Architektur Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg bekommt Auszeichnung der Immobilienbranche

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Die Gewinner des diesjährigen FIABCI Prix d´Excellence Germany stehen fest: Gold holten das Metropolenhaus am Jüdischen Museum in Berlin in der Kategorie Wohnen und das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg in der Kategorie Gewerbe.

REGENSBURG Die feierliche Preisverleihung des Wettbewerbs für Projektentwicklungen, der von Fiabci Germany und dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen ausgelobt wird, fand am 15. November im Berliner „ewerk“ statt.

Beide Gewinner-Projekte werden nun als deutsche Beiträge in die Fiabci Prix d’Excellence International Awards 2020 eingereicht, die im kommenden Mai auf den Philippinen verliehen werden.

Aus den diesjährigen Bewerbungen aus 15 Städten wurden folgende Projektentwicklungen mit dem Fiabci Prix d’Excellence Germany Award ausgezeichnet:

Michael Heming, Präsident Fiabci Deutschland und Mitglied der Jury, verwies auf die Vielfalt der ausgezeichneten Projekte: „Diese decken – angefangen von der Umnutzung, dem Neubau bis hin zur Bestandsrevitalisierung und -sanierung im Wohn- und Gewerbebereich die gesamte Bandbreite der Bautätigkeit in Deutschland ab. Die Gewinner-Teams wurden von einer zwölfköpfigen Expertenjury gewählt, die das Spektrum unserer Bewertungskriterien repräsentiert. Bewertungsmaßstab für eine gelungene Umsetzung bilden dabei sieben Kriterien: Konzept, Architektur, Nachhaltigkeit, Bauablauf, Innovation, Markenentwicklung und urbane Integration.“

Andreas Ibel, Präsident des BFW Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen und Jury-Mitglied, gratulierte den Teilnehmern und verwies auf die großen Herausforderungen, vor denen Projektentwickler heute stehen: „Angesichts des ordnungsrechtlichen Vorschriften-Dschungels, dem Mangel an Bauland und steigenden Kosten wird es immer schwieriger, ökonomisch, innovativ und gleichzeitig nachhaltig zu planen und zu bauen. Dass es dennoch möglich ist, zeigen die herausragenden Projekte unseres Wettbewerbs: Hier ist gebaute Umwelt entstanden, die sich an den Bedürfnissen der Bewohner und Nutzer orientiert und deren Leben und Umgebung bereichert. Deshalb wollen wir mit der Auszeichnung dieser zukunftsweisenden Projekte nicht nur einen Preis vergeben, sondern auch inspirieren!“

Museum der Bayerischen Geschichte ausgezeichnet

„Mit dem Bau des Hauses der Bayerischen Geschichte wurde sehr eindrucksvoll die Herausforderung bewältigt, die architektonischen Anforderungen eines musealen Betriebes mit den städtebaulichen Restriktionen des UNESCO-Welterbes der Regensburger Altstadt in Einklang zu bringen“, heißt es in der Begründung. „Geschaffen wurde eine skulpturale Großform, die sich aus dem Kontext der historischen Altstadt ableitet und Elemente des Stadtgefüges wie Gassen, Straßen, Plätze und die verwobene Dachlandschaft aufgreift. Die historischen Dachformationen Regensburgs wurden in den Neubau übersetzt und das gestalterische Konzept aus dem Verständnis der Museographie abgeleitet.“ Das Urteil der Jury lautet wie folgt. „Die umfassende Auseinandersetzung mit dem städtebaulichen Kontext der Regensburger Altstadt sowie der Schaffung des innovativen und interaktivem Museumsbetriebes würdigt die Jury mit dem Gold Award 2019 in der Kategorie Gewerbe. Neben der Erfüllung der musealen Anforderungen gelang hier eine authentische Einbindung des Gebäudes in das Umfeld der, deutschlandweit am besten erhaltenen mittelalterlichen Großstadt Regensburgs. Die direkte Anlehnung der Architektur an die mittelalterliche Dachstruktur der Regensburger Altstadt wurde konzeptionell schlüssig umgesetzt. So wurde alle Betriebstechnik in das Untergeschoss platziert und große Fensterfronten, mit Blickachsen in die Altstadt und zum Dom hin, geschaffen. Beides für einen Museumsbau ungewöhnlich aber konsequent und durchdacht. Das Haus der Bayerischen Geschichte gehört zu den modernsten Museumsgebäuden Europas und bildet in seiner Transparenz und einladenden Architektur die gelungene Schnittstelle zwischen dem offenen Landschaftsraum der Donau und der mittelalterlichen Stadt Regensburg.“


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