25.10.2019, 09:53 Uhr

Arbeitsreicher Tag Die Polizei informiert aus „Bombastic City“ – innerhalb eines Tages mussten in Neutraubling 15 Bomben entschärft werden

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Nachdem am Mittwoch, 23. Oktober, in den frühen Abendstunden, eine 500-Kilo-Bombe in Neutraubling am St.-Michael-Platz in Neutraubling entdeckt worden war, wurde mit der Freilegung und Entschärfung dieser Bombe am 24. Oktober gegen 8 Uhr begonnen.

NEUTRAUBLING Nach der vollständigen Freilegung stellte sich heraus, dass die nicht gezündete Bombe durch den Aufprall stark beschädigt wurde und somit nicht mehr vollständig sprengfähig war. Um sie endgültig unschädlich zu machen, musste der noch funktionsfähige Zünder entfernt werden. Durch den Sprengmeister wurde dazu ein Sicherheitsradius von 100 Metern festgelegt. Die Entschärfung wurde durch den Sprengmeister der Fa. Tauber, Michael Weiß, in nur kurzer Zeit bewerkstelligt, sodass sich die Beeinträchtigung für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger in Grenzen hielt. Evakuierungsmaßnahmen aus Wohnhäusern waren nicht erforderlich, es wurde lediglich ein angrenzender Supermarkt und sonstige gewerbliche Objekte für einen überschaubaren Zeitraum geräumt und die Wahlhallastraße gesperrt.

Während dieses Vorganges wurde am Donnerstag, 25. Oktober, gegen Mittag der Fund einer weiteren Fliegerbombe gemeldet. Diese befand sich an der Neutraublinger Südumgehung im Bereich „An den Klostergründen“. Daher wurde diese sofort nach der Entschärfung der ersten Bombe in Augenschein genommen. Es handelte sich um eine Zehn-Kilo-Splitterbombe, die noch vor Ort durch den Sprengmeister gesprengt werden konnte. Dort waren bereits am Mittwochvormittag neun Splitterbomben unschädlich gemacht worden. In diesem Zusammenhang war nur eine kurzfristige Sperrung der Südumgehung und kleinerer Wohnstraßen erforderlich.

Am späten Nachmittag wurden durch die Sondierungsfirma ein weiterer Verdachtsfall im südöstlichen Gemeindegebiet Barbing neben der Autobahn A3 gemeldet. Ursprünglich ging man vom Fund einer Zehn-Kilo-Splitterbombe aus, im Zuge der Grabungsarbeiten wurden aber dann insgesamt 13 dieser Bomben entdeckt. Da alle noch voll funktionsfähig waren, wurden sie noch am Abend durch zwei Sprengkommandos der Firma Tauber auf freiem Feld entschärft. Dazu mussten nur Flurbereinigungswege gesperrt werden. Aufgrund der günstigen Topographie des Geländes konnte auf eine Sperrung der A3 verzichtet werden.

Somit wurden an nur einem Tag in Neutraubling insgesamt 15 Bomben entschärft oder gesprengt, ein in der Historie der Stadt und der Polizeiinspektion Neutraubling bislang einmaliges Ereignis, dass hoffentlich nicht zum Normalfall wird. Sowohl für die Beamten der Polizeiinspektion Neutraubling, als auch den Unterstützungskräften des Polizeipräsidiums und selbstredend für die Beschäftigten der Fa. Tauber ging ein mehr als arbeitsreicher Tag zu Ende.


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