08.08.2019, 09:06 Uhr

So müsste es immer sein Da staunte selbst die Feuerwehr – Susanne sagt Danke für einen Einsatz am Almer Weiher


Fast jeden Tag melden Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienste Beleidigungen, Behinderungen oder gar tätliche Übergriffe. Auch Johannes Weitzenbeck, Kommandant der Feuerwehr aus Mintraching im Landkreis Regensburg, kennt solche Situationen. Umso mehr freuen sich er und seine Kameraden über ein Dankeschön, das ihnen eine Bürgerin vorbeigebracht hat.

MINTRACHING Es war am Mittwoch, 24. Juli, als die Feuerwehr um 21.39 Uhr an dem Almer Weiher im Mintrachinger Holz gerufen wurde. Dort wurde eine Schwimmerin vermisst. Man rückte also an mit der Ausrüstung, die für solch einen Einsatz nötig ist: „Bei solchen Einsätzen werden wir mit unserem Rettungsboot und Manpower alarmiert. Zusätzlich wurden noch die Wasserretter der DLRG und der Wasserwacht alarmiert“, schildert Weitzenbeck. Kaum angekommen am Weiher konnte Gott sei Dank Entwarnung gegeben werden: Die Vermisste hatte lediglich ihre Bahnen im Weiher gezogen und war etwas länger weg als vielleicht üblich. Und da es langsam dunkel wurde, machten sich einige Menschen am Ufer langsam Sorgen. „Die Dame war sichtlich über die angedachten Rettungsmaßnahmen überrascht, aber auch sehr angetan vom Engagement der Feuerwehr und der Wasserrettung“, so Weitzenbeck.

So positiv reagieren nicht alle Menschen. Man bekomme schonmal einen Vogel gezeigt, wenn man eine Straße für ein Fest absperren müsse, da nimmt der ein oder andere keine Rücksicht auf die Einsatzkräfte. Auch „hinten rum“ werde viel geredet, schildert der Kommandant. Die Sirene sei manchen Bürgerinnen und Bürgern zu laut, andere fragen sich, warum die Feuerwehr denn mitten in der Nacht mit Blaulicht und Martinshorn fahren muss, das ginge doch auch leiser. Das ginge aber oft eben nicht, sagt Weitzenbeck. Zudem seien die Sirene und das Martinshorn ja auch als Warnung an die Bevölkerung und nicht nur zur Alarmierung der Feuerwehr gedacht.

Nach tragischen Einsätzen auf der Bundesstraße, an denen die Wehr aus Mintraching immer wieder beteiligt ist, schwäche sich die Kritik etwas ab, gerade auch, wenn die Wehrmänner und -frauen vom Erlebten berichten. Wenn der Einsatz dann aber lange genug vorbei ist, kommen die Beschwerden wieder vermehrt. Deshalb gehe man auch in sozialen Netzwerken offen mit Einsätzen und der Arbeit der Feuerwehr um. Auf Facebook werden Einsätze und auch Fotos veröffentlicht. Man nutze das Internet gezielt für die Öffentlichkeitsarbeit, letztlich auch, um für Verständnis für Sirene und Martinshorn zu werben.

Bei Susanne, so der Vorname der Schwimmerin aus dem Almer Weiher, brauchte es da keine Überzeugungsarbeit. „Hiermit nochmals ein ganz großes Dankeschön für den Einsatz am Almer Weiher“, schreibt Susanne, die „Sunsetschwimmerin“, an die Feuerwehr. „Zum Glück ging es mir gut! Gut zu wissen, dass im Notfall so schnell kompetente Hilfe naht!“ Diesen Dank verband Susanne mit einem Kasten Tegernseer Helles.


0 Kommentare