30.06.2019, 12:47 Uhr

Tolles Projekt Die Idee der Verschenkschränke begeistert immer mehr Nachahmer


„Ich mache das gerne, weil es eine Herzensangelegenheit für mich ist“, freut sich Sebastian Felkner über die drei neuen Verschenkschränke, die er gemeinsam mit zwei Pfadfindergruppen aus dem Landkreis Regensburg gebaut hat. Mit den neuen Schränken gibt es bereits vier Stück in und um Regensburg.

REGENBSUGR Der 22-jährige Student war es übrigens auch, der, zusammen mit seiner Freundin Lena Schwaiger, den ersten Verschenkschrank in die Domstadt gebracht hat. Das Prinzip des Verschenkschranks kennen die beiden Studenten aus anderen Städten. In Saarbrücken, wo die beiden bis vor einiger Zeit noch lebten, betrieben sie sogar schon selbst einen Verschenkschrank in einem Jugendzentrum. Zum Studieren kamen sie schließlich nach Regensburg und führten auch hier einen Verschenkschrank ein. Ihr Schrank steht seit Mitte November 2018 am Straßenrand in der Konradsiedlung. Das Prinzip des Schranks ist einfach: Jeder darf hineinlegen und herausnehmen, was er möchte. So kommt es, dass sich manchmal wahre Schätze und auch einfach Nützliches in den Schränken befindet.

Der Gedanke hinter dieser witzigen Idee ist aber ein sehr ernster: „Wir wollten auf die Verschwendung aufmerksam machen“, erklärt der 22-jährige Student. Mit dem Schrank möchten die beiden erreichen, dass abgelegte und aussortierte Dinge eine zweite Wertigkeit erfahren. Der Schrank wurde von den Regensburgern recht schnell angenommen. Immer wieder füllt sich der Schrank mit Hausschuhen, Büchern, DVDs, Vasen, Bilderrahmen, Schultaschen, Tellern, Tassen und anderen nützlichen oder auch einfach schönen Dingen.

Damit die Verschenkschrank-Kunden nicht kilometerweit mit dem Auto anreisen müssen, suchten Sebastian Felkner und Lena Schwaiger Nachahmer in Regensburg und aber auch im Landkreis. Schnell ließen sich neue Verschenkschrank-Betreiber finden und so kam es, dass Sebastian Felkner vor Kurzem gemeinsam mit zwei Pfadfindergruppen aus Steinweg und Wenzenbach drei neue Verschenkschränke baute. Einer der Schränke steht bereits in der Bruckdorfer Straße in Sinzing und wird dort von einer Privatperson betrieben. Der zweite Schrank hat seinen neuen Platz in Steinweg 28 bei der Dreifaltigkeitskirche in Regensburg gefunden. Er wird von den Pfadfindern Steinweg betreut. Der dritte Schrank hingegen wird künftig in Wenzenbach ein Plätzchen bekommen – wo genau ist aber noch nicht klar. Ein genauer Standort muss erst noch mit Absprache der Gemeinde gefunden werden. Klar hingegen ist aber, dass er von den Pfadfindern Wenzenbach betrieben wird.

Der Standort ist das Schwierigste bei der Einführung eines neuen Schranks. Denn er muss von einem Bürgersteig aus zugänglich sein und auf Privatgrund oder auf städtischem Grund (mit Genehmigung) stehen. Die Aufgabe der Betreiber ist es, regelmäßig nach dem Rechten zu sehen und Ordnung im Schrank zu machen. Wer so einen Schrank betreuen möchte, kann jederzeit per Facebook über die Seite „Verschenkschrank Regensburg“ mit Sebastian Felkner und Lena Schwaiger in Verbindung treten. Auf der Facebook-Seite stellen die beiden regelmäßig den Inhalt des Schranks in der Konradsiedlung vor – der ist allerdings aktuell wegen einer Baustelle nicht zugänglich!


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