18.06.2019, 20:49 Uhr

Statistik der Einbürgerungen 2018 Immer mehr Briten wollen Deutsche werden

(Foto: bartusp/123RF)(Foto: bartusp/123RF)

Im Jahr 2018 erhielten in Bayern insgesamt 18.062 ausländische Personen, darunter 10.030 Frauen, die deutsche Staatsbürgerschaft. Dies sind nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik 2.424 Personen mehr als 2017. Mit 2.135 Eingebürgerten oder rund zwölf Prozent stellten Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit nach wie vor die größte Gruppe. Rund 77 Prozent der Eingebürgerten waren jünger als 45 Jahre. Aufgrund der hohen Ausländeranteile der Großstädte München, Nürnberg und Augsburg verzeichneten die Regierungsbezirke Oberbayern (10 077), Schwaben (2 312) und Mittelfranken (2 244) die meisten Einbürgerungen.

BAYERN Die Zahl der Einbürgerungen in Bayern ist 2018 gegenüber dem Vorjahr um 15,5 Prozent deutlich gestiegen. Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik erhielten 18.062 ausländische Personen (10.030 Frauen und 8.032 Männer) im Jahr 2018 im Freistaat Bayern die deutsche Staatsangehörigkeit. Damit wurden 2.424 Personen mehr als im Jahr 2017 eingebürgert. 63,5 Prozent (11.465 Personen) der im Jahr 2018 Eingebürgerten behielten nach der Einbürgerung ihre frühere Staatsangehörigkeit bei.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, hatten zum Zeitpunkt ihrer Einbürgerung 67 Prozent (12.149 Personen) eine europäische, 20 Prozent (3.596 Personen) eine asiatische, acht Prozent (1.407 Personen) eine afrikanische und fünf Prozent (827 Personen) eine amerikanische Staatsangehörigkeit. Weniger als ein Prozent hatte eine australische bzw. ozeanische Staatsangehörigkeit, war staatenlos oder wies eine ungeklärte Staatsangehörigkeit auf (83 Personen).

Nach den fünf häufigsten Herkunftsländern gegliedert, stellten die Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit mit 2 135 Eingebürgerten nach wie vor die größte Gruppe, gefolgt von Personen aus Rumänien (1.437 Personen), dem Vereinigten Königreich (1.329 Personen), Italien (869 Personen) und Polen (832 Personen).

Beachtlich an den aktuellen Zahlen ist der deutliche Anstieg der Einbürgerungen von Personen aus dem Vereinigten Königreich. Während in den Jahren 2011 bis 2015 jährlich nur zwischen rund 35 und 90 Personen aus dem Vereinigten Königreich eingebürgert wurden, ist die Zahl im Jahr 2016 - dem Jahr des Referendums über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union – bereits auf 313 Personen angestiegen und erreichte 974 Personen im Jahr 2017. Im vorliegen-den Berichtsjahr 2018 hat sich die Zahl der Eingebürgerten aus dem Vereinigten Königreich nun nochmal auf 1.329 Personen erhöht und ist damit gegenüber dem Vorjahr um rund 36 Prozent gestiegen.

Von den im Jahr 2018 Eingebürgerten waren elf Prozent (2 053 Personen) jünger als 18 Jahre, 66 Prozent (11 871 Personen) waren 18 bis unter 45 Jahre, 18 Prozent (3 263 Personen) 45 bis unter 60 Jahre und fünf Prozent (875 Personen) hatten ein Alter von 60 Jahren oder mehr erreicht.

Zum Zeitpunkt ihrer Einbürgerung lag von 56 Prozent der Eingebürgerten (10 077 Personen) der Hauptwohnsitz im Regierungsbezirk Oberbayern. In Schwa-ben lebten 13 Prozent (2 312), in Mittelfranken 12 Prozent (2 244), in Unterfranken sechs Prozent (1 058), fünf Prozent jeweils in der Oberpfalz (826) und in Niederbay-ern (822) und im Regierungsbezirk Oberfranken vier Prozent (723) der eingebürgerten Personen.


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