16.06.2019, 12:09 Uhr

Zahnärztliche Hilfe Von Regensburg nach Kenia – Laura Leisner im Einsatz für Dentists for Africa


Laura Leisner hat an der Universität Regensburg Zahnmedizin studiert und arbeitet nun in der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik im Universitätsklinikum Heidelberg. Vom 8. Februar bis zum 9. März 2019 reiste die 28-Jährige nach Kenia, um dort in den Projekten der Hilfsorganisation Dentists for Africa (DfA) zu arbeiten und zahnärztliche Hilfe für die notleidende Bevölkerung zu leisten.

REGESNBURG/HEIDELBERG Wir sind an der BODY Primary School in Nyabondo, einem kleinen Dorf im Westen Kenias, nahe des Victoriasees. Hunderte kenianische Schulkinder im Grundschulalter drängen sich neugierig um die Zahnärztin Laura Leisner und ihre deutschen und kenianischen Kollegen. Sie besuchen die Schule gemeinsam, um im Rahmen des zahnärztlichen Hilfsprojekts der Organisation Dentists for Africa eine Schulbehandlung durchzuführen. Dabei handelt es sich um eine Prophylaxemaßnahme, bei der die Kinder untersucht, über Mundhygiene aufgeklärt und bei Bedarf zur kostenlosen Behandlung in die nahe gelegene Zahnstation eingeladen werden, die dort von DfA betrieben wird.

Während ihres Hilfseinsatzes hielt sich Laura Leisner nicht nur in Nyabondo, sondern auch in der Stadt Bungoma auf, die nahe der Grenze zu Uganda gelegen ist. Sie arbeitete in den örtlichen DfA-Zahnstationen und behandelte dort Patienten, die sich sonst einen Besuch beim Zahnarzt nicht leisten können. Außerdem besuchte sie mit ihren deutschen und kenianischen Kollegen zwei Schulen, um dort Schüler und Lehrer zu untersuchen, aufzuklären und zur kostenlosen Behandlung in die Zahnstation einzuladen. Es wurde auch ein mobiler Einsatz organisiert, bei dem das Team in besonders entlegene, ländliche Gebiete fuhr, um dort Patienten zu behandeln, die normalerweise keinen Zugang zu zahnmedizinischer Behandlung haben. Für viele war es die erste zahnmedizinische Behandlung ihres Lebens.

Laura Leisner fand ihren Einsatz in Kenia rundum bereichernd – sowohl in beruflicher Hinsicht als auch zwischenmenschlich und kulturell. Sie könne sich gut vorstellen, an einem weiteren Einsatz mit DfA in Kenia teilzunehmen. Denn die Rolle von Hilfsorganisationen wie DfA und die Kooperation der Einsatzleistenden mit den kenianischen Kollegen sei besonders bei Prophylaxe und Aufklärung aber auch bei der medizinischen Behandlung weiterhin unabdingbar, sagt sie. Besonders da die Organisation nun schon seit 20 Jahren gemeinsam mit lokalen Partnern in Kenia Entwicklungshilfe betreibt. Durch die langjährige Zusammenarbeit vor Ort sind die Projekte besonders effektiv und nachhaltig.

Über Dentists for Africa

Dentists for Africa ist eine Hilfsorganisation aus Deutschland, die in Kenia mehrere Zahnstationen betreibt, um die zahnmedizinische Versorgung der notleidenden Bevölkerung zu verbessern und dabei auch soziale Projekte betreut. Dazu gehört die Vermittlung von transparenten Patenschaften und die Witwenkooperative St. Monica Village, die von der Aids-Epidemie betroffenen Witwen ermöglicht, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und sich und ihre Kinder eigenständig zu versorgen. 250 Witwen sind derzeit Mitglieder der Kooperative. Bis heute hat Dentists for Africa 13 Zahnstationen in Kenia aufgebaut und über 850 Patenschaften vermittelt. Etwa 250 Kinder haben das Patenschaftsprojekt erfolgreich abgeschlossen.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.dentists-for-africa.de und auf Facebook unter www.facebook.com.


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