07.05.2019, 07:50 Uhr

Bluttat 15-jähriger Syrer wird bei Messerstecherei in Regensburg von Landsmann schwer verletzt

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Ein 15-jähriger Syrer ist am Montagabend in der Maxstraße mit einer Stichwaffe schwer verletzt worden. Die Polizei hat den Tatverdächtigen, ebenfalls ein Jugendlicher, 14-jähriger Syrer, verhaftet. Das Opfer musste operiert werden.

REGENSBURG Ein 15-jähriger Syrer ist am Montagabend in der Maxstraße mit einer Stichwaffe schwer verletzt worden. Die Polizei hat den Tatverdächtigen, ebenfalls ein jugendlicher, 14-jähriger Syrer, verhaftet. Der Verletzte ist in einem Krankenhaus operiert worden.

Gegen 21.30 Uhr soll der 15-Jährige in der Maximilianstraße vor einem Schnellrestaurant vermutlich mit einem Messer verletzt worden sein. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde er von Freunden in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurde er letztlich notoperiert und sein Betreuer verständigt. Die etwa eine Stunde nach der Tat alarmierte Polizei hat die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts aufgenommen.

Das Motiv, der genaue Tatablauf, die Person des Täters, das Tatwerkzeug und der momentane Zustand des Verletzten sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Nach Angaben von Dietmar Winterberg, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, sind beide, Opfer und Täter, syrische Asylbewerber. Bislang besteht allerdings nur ein Tatverdacht gegen den jungen Mann, der in Haft ist.

Wie Winterberg schildert, ist die Polizei erst eine Stunde nach der Tat informiert worden. Freunde des Opfers hätten ihn in ein Krankenhaus gebracht. Ob das Opfer stark blutete, kann Winterberg nicht sagen. „Es gibt auch Stichverletzungen, die nicht bluten“, so der Polizeisprecher. Der 15-Jährige war jedenfalls am Torso von einer Stichwaffe getroffen worden. „Die Verletzungen sind erheblich“, so der Sprecher. Das Krankenhaus habe den Betreuer des 15-Jährigen informiert, der hat wiederum die Polizei eingeschaltet. Derzeit laufen Ermittlungen nach möglichen Zeugen der Tat. „Als die Polizei eingetroffen ist, war natürlich niemand mehr da“, so Winterberg. Davon auszugehen ist, dass die Polizei auch Mitarbeiter des Fastfood-Restaurants befragt, in dessen unmittelbarer Nähe die Bluttat geschah. Für Winterberg ist die Tat indes tatsächlich außergewöhnlich: „Wegen des Alters von Opfer und Täter“, sagt Winterberg.

Bei dem Opfer handelt es sich nach Angaben der Regierung der Oberpfalz um einen unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen, der von der Stadt Regensburg und dem Jugendamt betreut wird.

Bereits letzte Woche hatte das Wochenblatt über den Amberger Fall berichtet, der derzeit vor dem Landgericht in Amberg verhandelt wird. Auch dieser mutmaßliche Täter verletzte Opfer, die wie er Asylbewerber waren. Der Iraner Amin A. (18) hat offenbar zuvor bereits massive Taten in Regensburg begangen. Doch auch aus einem Arrest hatte man ihn wieder entlassen. Besonders bitter: Der Flüchtling hatte selbst Flüchtlinge attackiert! Häufig sind die Opfer von gewaltbereiten Flüchtlingen selbst Flüchtlinge, die auf Schutz angewiesen sind. Das macht die Taten von Amin A., auch im Hinblick auf die öffentliche Haltung gegenüber Asylbewerbern, doppelt tragisch.