03.04.2019, 13:23 Uhr

Sonnen-Wochenende und die Folgen So feiert die Klimaschutz-Jugend – Berge von Müll an der Donau!


Auch am Sarchinger Weiher ist in letzter Zeit häufiger wilder Müll aufgetaucht!

REGENSBURG Die „Klimaschutz-Jugend“ ist derzeit in aller Munde. Bereits mehrfach versammelten sich bis zu 1.000 Schüler, also vorwiegend junge Leute, um gegen die aktuelle Klima-Politik der Regierenden zu demonstrieren. Der Tenor: Die ältere Generation verspielt gerade unsere Zukunft!

Wer allerdings am vergangenen Wochenende an den sonnigen Plätzen der Stadt Regensburg unterwegs war, der stellte schnell fest: Gerade die junge Generation ist Teil des Problems, nicht der Lösung! Das sonnige Wetter führte dazu, dass die Promenaden entlang der Donau voll mit Menschen waren, die die ersten Sonnenstrahlen und den aufkeimenden Frühling genießen wollen. „Das war eine tolle Atmosphäre“, sagt auch Stadt-Sprecherin Juliane von Roenne-Styra. Und in der Tat: Regensburg zeigte sich wieder mal von seiner italienischen Seite.

Doch schon in den Abendstunden rieb man sich die Augen: Die Mülleimer platzen aus allen Nähten. Und sie waren randvoll – mit Verpackungsmüll!

„Die To-Go-Verpackungen sind ein großes Problem“, sagt dann auch Stadtsprecherin von Roenne-Styra. „Gefühlt sitzen viele junge Leute an den Promenaden, haben etwas zu Essen dabei – ich habe beispielsweise viele Dunkin‘-Donut-Verpackungen gesehen“, so die Stadtsprecherin. Pizza-Schachteln, Plastik-Eisbecher und vieles mehr türmte sich am Wochenende an den Mülleimern. „Ich kann nicht verstehen, dass die Eisdielen nicht zwischenzeitlich essbare Eisbecher verwenden können“, sagt die Stadtsprecherin weiter.

Problematisch sei indes aber auch, dass die Hygienevorschriften beispielsweise bei den Metzgereien so streng sind, dass mitgebrachte Plastik-Schüsseln zum Problem werden. Im schlimmsten Fall verstößt der Metzger gegen eine Vorschrift, wenn er die Wurst unverpackt weitergibt. Genau das aber führt zu Bergen aus Verpackungsmüll.

Dass sich das Problem nicht nur auf die Stadt beschränkt, mussten auch die Betreiber des „Beach“ am Sarchinger Weiher am Wochenende erfahren. „Letzte Woche hat die Gemeinde Barbing mit freiwilligen Helfern die Aktion Rama Dama durchgeführt. Und das ist der Dank dafür“, hieß es von den Betreibern. Wilder Müll an den schönen Plätzen ist ein Ärgernis – die Beach-Betreiber haben den Müll schließlich weggeräumt.

Fraglich ist in der Stadt nun, ob man mit Verboten reagiert. Ein diskutiertes Alkohol-Verbot wird nach Einschätzung der Stadt-Sprecherin eher nächtliche Ruhestörungen, aber auch Vandalismus eindämmen. Kürzlich gab die Sparkasse bekannt, dass sie aufgrund von Vandalismus den Durchgang in der Sparkassen-Filiale am Neupfarrplatz nachts sperren wird. Die Müll-Verursacher aber begehen ja keinen Verstoß: Sie türmen den Müll einfach in den Mülleimern.

KOMMENTAR

Empört & engagiert Euch!

Von

Damit wir uns richtig verstehen: Ich finde es toll, wenn die Jugend plötzlich ihre Leidenschaft für die Umwelt entdeckt. Doch blickt man am Wochenende auf die Hotspots von Stadt und Landkreis, dann hat man schnell den Eindruck: Da ist eine riesige Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit, Engagement und eigenem Verhalten! Was ich nicht leiden kann ist Bigotterie! Wer sich morgens von Mamis SUV vor die Schule bringen lässt, braucht sich nicht zu beklagen, wenn die Luft in der Stadt dicker wird.

Mein Vorschlag an alle Klimaschutz-Jugendlichen: Fasst Euch an die eigene Nase. Kauft keine Donuts mehr in Pappschachteln. Schmeißt Euren Müll nicht in die grüne Wiese. Empört Euch, aber richtig! Der Ort für die politische Willensbildung ist in Deutschland nämlich nicht die Straße, da haben wir schon schlechte Erfahrungen gemacht. Geht in Parteien, lasst Euch aufstellen für den Stadtrat, nehmt teil an der politischen Willensbildung dieses Landes. Aber haltet verdammt nochmal das Donau-Ufer sauber!

Kommentar

Empört und engagiert Euch!

Damit wir uns richtig verstehen: Ich finde es toll, wenn die Jugend plötzlich ihre Leidenschaft für die Umwelt entdeckt. Doch blickt man am Wochenende auf die Hotspots von Stadt und Landkreis, dann hat man schnell den Eindruck: Da ist eine riesige Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit, Engagement und eigenem Verhalten! Was ich nicht leiden kann ist Bigotterie! Wer sich morgens von Mamis SUV vor die Schule bringen lässt, braucht sich nicht zu beklagen, wenn die Luft in der Stadt dicker wird.

Mein Vorschlag an alle Klimaschutz-Jugendlichen: Fasst Euch an die eigene Nase. Kauft keine Donuts mehr in Pappschachteln. Schmeißt Euren Müll nicht in die grüne Wiese. Empört Euch, aber richtig! Der Ort für die politische Willensbildung ist in Deutschland nämlich nicht die Straße, da haben wir schon schlechte Erfahrungen gemacht. Geht in Parteien, lasst Euch aufstellen für den Stadtrat, nehmt teil an der politischen Willensbildung dieses Landes. Aber haltet verdammt nochmal das Donau-Ufer sauber!