13.03.2019, 08:24 Uhr

Großeinsatz „Psychischer Ausnahmezustand“ – 40-Jähriger hält Polizei in Atem

In Pentling hielt ein 40-jähriger Mann die Polizei in Atem. (Foto: ce)In Pentling hielt ein 40-jähriger Mann die Polizei in Atem. (Foto: ce)

In der Nacht hielt ein 40-jähriger Mann aus Pentling die Polizei in Atem: Er hatte angerufen bei der Polizei und damit gedroht, etwas „mit Waffen“ anzustellen. Deshalb war man mit Spezialkräften und einem Verhandlungsteam vor Ort.

PENTLING Ein wenig gespenstisch wirkte das schon: Während die Schulkinder gerade ihren Weg zur Schule antraten, zogen sich groß gewachsene Männer mit Sturmmasken und Camouflage-Kleidung gerade um. Ihr Einsatz an diesem Mittwochmorgen, 13. März, endete glimpflich, Gott sei Dank: Ein 40-Jähriger Mann hatte sich gerade ergeben. Noch in der Nacht sah die Lage aber ganz anders aus.

Wie die Polizei vor Ort in Pentling mitteilte, rief der Mann gegen 1.30 Uhr selbst bei der Polizei an. Er sprach wirr, brachte aber zum Ausdruck, dass er die auf ihn registrierten Waffen einsetzen würde. „In dem Haus in Pentling lebt der Mann mit seiner 69 Jahre alten Mutter“, sagte Polizeisprecher Dietmar Winterberg vor Ort. Ob tatsächlich Waffen in dem Haus in Pentling lagern, wusste die Polizei zum Zeitpunkt des Anrufs noch nicht. Aber der 40-Jährige hat offenbar eine Waffenbesitzkarte – es bestand also die Gefahr, dass er Ernst machen würde.

Sofort beorderte die Polizei Spezialkräfte und ein Verhandlungsteam vor Ort. Das Verhandlungsteam konnte tatsächlich Kontakt mit ihm aufnehmen, der allerdings in der Nacht eine längere Zeit über unterbrochen wurde. Erst am Morgen gelang es laut Winterberg dem Verhandlungsteam wieder, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Gegen 7.20 Uhr gelang es der Polizei schließlich, den Mann zur Aufgabe zu bewegen. Er verließ das Haus mit erhobenen Händen, ohne eine Waffe bei sich zu führen.

Jetzt geht es für den Mann zunächst in eine psychiatrische Klinik. Ein Haftrichter wird zudem prüfen, ob eine Unterbringung anzuordnen ist. In Pentling atmet man indes auf. „Das Schlimmste in solchen Situationen ist eine mobile Situation“, sagt Polizeisprecher Winterberg. Denn sobald sich ein möglicher Amokläufer bewegt, bringt er auch Unbeteiligte in Gefahr. Das wurde in Pentling Gott sei Dank verhindert. Übrigens geht die Polizei davon aus, dass der Mann seine eigene Mutter nicht bedroht hat. Aber auch das wird zu klären sein.