14.02.2019, 08:22 Uhr

Landwirt hat eine Idee Nach dem Bienen-Volksbegehren – „Blühwiesen statt Blumen zum Valentinstag schenken“


Dieser Landwirt aus Burgweinting rettet die Bienen wirklich! Statt Blumen zum Valentinstag zu schenken, fordert er die Unterstützer des Bienen-Volksbegehrens auf, wirklich etwas für die Artenvielfalt zu unternehmen.

REGENSBURG Wie das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ am heutigen Mittwoch ausgeht, das scheint absehbar: Nur noch 50.000 Unterschriften fehlten am Montag, dann ist das nötige Quorum von 950.000 Unterschriften erreicht. Schon jetzt ist das von der ÖDP initiierte Volksbegehren ein absoluter Erfolg: Ministerpräsident Markus Söder hat bereits angekündigt, er werde einen Runden Tisch einberufen, an dem Umweltverbände, aber auch die Bauern Platz nehmen sollen. Ein Gesetzentwurf gegen das Artensterben wird mit Sicherheit folgen, so oder so. Einer, der wirklich etwas tut gegen das Artensterben, ist der Landwirt Georg Kainz jun. aus Burgweinting. Gerade in den Großstädten haben sich viele Menschen in die Listen für das Volksbegehren eingetragen, dabei sollen gerade diejenigen das Problem lösen, die ohnehin mit der Natur arbeiten: Die Landwirte nämlich. „Ich finde die einseitige Schuldzuweisung auf Kosten der Landwirtschaft als aktiver Landwirt unfair“, sagt Kainz. „Schon jetzt sind wir für einen Großteil der bayerischen Kulturlandschaft und deren Pflege maßgebend. Nicht nur aufgrund jetzt schon bestehender Vorschriften, sondern der Großteil auf freiwilliger Basis“, so der Landwirt weiter. Für Kainz kann es nun nicht sein, dass sich die Unterstützer des Volksbegehrens mit ihrer Unterschrift frei von jeder Verantwortung machten. „Jetzt den schwarzen Peter nur den Landwirten aufzulasten, kann nicht die Lösung sein“, so Kainz.

Gerade die in Bayern oft sehr kleinbäuerliche Struktur werde nämlich gefährdet. Aber Kainz hat eine Idee.

Jeder kann etwas für die Artenvielfalt tun! „Um jedem Regensburger, insbesondere den Befürwortern des Volksbegehrens, die Möglichkeit zu bieten, sich auch aktiv und nicht nur auf dem Papier am Erhalt der Artenvielfalt zu beteiligen, möchte ich ,Patenschaften‘ für Blühflächen anbieten.“ Kainz hat auch schon ein Motto für seine Idee: „Statt am Valentinstag Blumen zu verschenken, könnte man doch auch gleich eine Blumenwiese verschenken!“ Schon in den letzten Jahren hatte der Burgweintinger Landwirt eine Blühwiese auf Selbstkosten angelegt. Doch fraglich ist, ob Blühwiesen auch immer nur Freude machen. Denn es soll Nachbarn geben, die sich nicht so sehr über eine dadurch wiederkehrende Insektenvielfalt erfreuen. Wer Kontakt mit Landwirt Georg Kainz aufnehmen möchte, kann dies unter der bluehflaeche@gmx.de tun.

Kommentar

Jetzt auch handeln!

Meinen Respekt vor den Initiatoren des Volksbegehrens zur Artenvielfalt! Sie haben ein Thema aufgegriffen, das offenbar viele Menschen in Bayern bewegt. Doch was mich aufregt: Bigotterie! Manche gerieren sich jetzt als Retter der Bienen, die Teil des Problems sind, statt der Lösung. Denn von einer Unterschrift wird die Umwelt nicht besser. Man muss selbst etwas tun! Mit Schrecken erinnere ich mich daran, als ich mal in einem Stadtteil spazieren ging, in dem die Grünen bei der letzten Landtagswahl auf 40 Prozent kamen. Ich habe bei 20 aufgehört, die SUVs zu zählen! Der Regensburger Landwirt Georg Kainz hat einen hervorragenden Vorschlag abgeliefert. Statt sich den Ablass mittels einer Unterschrift geben zu lassen, kann man nun aktiv werden. Ich schlage vor: Jedem seine Blühwiese!


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