13.01.2019, 16:03 Uhr

Umgestürzte Bäume Dramatische Bilder – Feuerwehrler kämpfen gegen das Schnee-Chaos im Bayerischen Wald


Die Bilder aus dem Landkreis Cham sind dramatisch: Die Feuerwehren Thürnstein-Schrenkenthal, Lam und Lohberg sowie kämpfen gegen die Schnee-Massen. Umgestürzte Bäume und eingeklemmte Autos müssen an diesem Wochenende befreit werden.

OBERPFALZ Die Situation angesichts des Schnee-Chaos hat sich am Wochenende weiter zugespitzt. Allein in der Oberpfalz kam es allein am Samstag, 12. Januar, zu mehr als 100 Einsätzen wegen umgestürzter Bäume. Insgesamt kam es hier zu vier Verkehrsunfällen, als Bäume über der Straße lagen. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Mehrere Straßen mussten in jedoch kurzfristig gesperrt werden, bis sie durch die verständigten Hilfsdienste wieder befahrbar waren. In einem Waldstück zwischen Sindlbach und Bischberg im Landkreis Neumarkt stürzte ein Baum auf eine Oberleitung. Durch den Kurzschluss entzündete sich der Baum und es kam zu einem offenen Feuer. Die schwierigen Löscharbeiten konnten erst begonnen werden, nachdem die Stromunterbrechung durch den Energieversorger bestätigt wurde. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest.

Im Landkreis Cham waren die Rettungskräfte durch den Schnee, aber auch durch das einsetzende Tauwetter eingespannt. Laut Deutschem Wetterdienst wurden Warnungen für den Landkreis Cham ausgesprochen, etwa, weil es zu starken Sturmböen kam und die schneebedeckten Bäume umfallen könnten. Zwischen Sonntag und Montag warnte der DWD vor orkanartigen Böen.

Nach einer Lagebesprechung am Sonntag morgen teilen Landrat Franz Löffler und Kreisbrandrat Michael Stahl folgenden aktuellen Stand im östlichen Landkreis Cham mit: Die Lage ist insgesamt weiter angespannt. Die Gefahr durch umstürzende Bäume hat sich in weiten Bereichen nicht entspannt, sondern aufgrund des zusätzlichen Niederschlags eher noch verschärft. Die Einsatzkräfte von Straßenmeisterei, Feuerwehr und der Kommunen sowie auch Private arbeiten intensiv daran, die Befahrbarkeit der gesperrten Straßen wieder herzustellen. Es handelt sich um die Staatsstraße von Lohberg zum Arber-Brennes (Staatsstraße 2154) und von Arrach über Eck nach Arnbruck (Staatsstraße 2326). Wann die Straßen wieder freigegeben werden können, kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Es wird versucht, die Straße zum Eck bis heute Abend noch befahrbar zu bekommen. An der Straße zum Arber wird das voraussichtlich nicht gelingen. In den letzten 48 Stunden hatten die Einsatzkräfte im Landkreis Cham 300 Einsatzstellen, vor allem im östlichen Landkreisgebiet.

Landrat Franz Löffler hat die Arbeit der Einsatzkräfte begleitet: „Ich habe allerhöchsten Respekt vor den Leistungen der Einsatzkräfte. Die Aufarbeitung von Schneebrüchen ist in der akuten Situation ganz und gar nicht ungefährlich!“

Mit Behinderungen und Sperrungen ist auch bei folgenden weiteren Strecken zu rechnen: B85 von Miltach in Richtung Viechtach, Staatsstraße 2154 Neukirchen b.Hl. Blut – Lam, St 2138 alt Beckendorf – Schönbuchen, Kreisstraße CHA 46 Neukirchen b.Hl. Blut – Hohenwarth, Kreisstraße von Furth im Wald über Althütte nach Waldmünchen (Panoramastraße).