06.01.2019, 22:11 Uhr

Die Polizei ermittelt Mächtig Stress am Münchner Ostbahnhof – Angreifer schlug mit dem Gürtel zu

(Foto: Bundespolizeiinspektion München)(Foto: Bundespolizeiinspektion München)

Gegen 0.45 Uhr kam es am frühen Freitagmorgen, 4. Januar, im Münchner Ostbahnhof – ohne vorheriger Täter-Opfer-Beziehung – nach Beleidigungen und verbalem Streit zu Handgreiflichkeiten mehrerer alkoholisierter Personen.

MÜNCHEN Dabei sollen ein 18- und ein 19-jähriger Deutscher gemeinschaftlich mehrere andere Personen einer Gruppe wahllos körperlich attackiert haben. Der 18-Jährige aus der Au, bei dem später 1,7 Promille Atemalkohol gemessen wurde, soll dazu seinen Gürtel aus dem Hosenbund gezogen und damit gezielt in Richtung der Gesichter der Angegriffenen geschlagen und dabei auch fortwährend gespuckt haben. Als Vermittlungsversuche der Angegriffenen im Alter von 29 bis 50 Jahren (darunter fünf Deutsche und ein Slowake) keinen Erfolg zeigten, sollen sie – mit hohem Kraftaufwand – die beiden Aggressoren überwältigt und die Polizei gerufen haben.

Beim Eintreffen der Polizei zeigte der 19-Jährige (spätere Atemalkoholkonzentration 1,52 Promille) den Beamten gegenüber an, dass er ein Cutter-Messer griffbereit in der Hosentasche mit sich führte. Er händigte es nach Aufforderung bereitwillig aus. Die Geschädigten (Atemalkoholwerte von 0,7 bis 1,5 Promille) erlitten bei den Handgreiflichkeiten Verletzungen, wie blutende Lippen und Wangen, sichtlich angeschwollene Hände und Finger oder auch Abschürfungen an den Beinen. Eine sofortige medizinische Versorgung durch den Rettungsdienst lehnten sie jedoch ab.

Der Vorfall ereignete sich im zur Tatzeit stark frequentierten Personentunnel des Ostbahnhofes. Gegen die beiden Angreifer wird wegen gefährlicher Körperverletzung und gegen den 19-Jährigen zusätzlich wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.


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