28.12.2018, 19:48 Uhr

Unglaublich Bundespolizei stellt 37 (!) illegal über die Grenze gebrachte Welpen sicher!


Waidhauser Bundespolizeifahnder ernteten bei der Kontrolle eines Fahrzeuges in der Nacht zum Freitag gegen 22.40 Uhr an der A6 bei Pleystein viel Gewinsel und mitleiderregende Blicke. Allerdings nicht von den beiden ungarischen Insassen, sondern von 37 „illegalen“ Passagieren.

PLEYSTEIN Es handelte sich um augenscheinlich erst einige Wochen alte Hundewelpen der verschiedensten Rassen. Zunächst fanden die Bundespolizisten im Fußraum auf der Beifahrerseite eine Hundebox mit fünf Welpen. Auf der Rücksitzbank waren weitere zwei Hundeboxen und ein Karton mit zirka zehn kleinen Hunden. Auch im Kofferraum des Renault Thalia – eines ganz normalen Personenkraftwagens - waren in zwei Boxen und in einem Hamsterkäfig weitere bemitleidenswerte Tiere untergebracht. Es handelte sich um Huskies, Mops, Yorkshire Terrier, Havaneser, Malteser sowie Englische und Französische Bulldogen die nicht geimpft waren und aus Ungarn über Tschechien eingeführt wurden. „Die Tiere waren erbärmlich in das Fahrzeug gepfercht“, erklärte einer der aufgreifenden Beamten, die in Amtshilfe die Tiere zur Dienststelle nach Waidhaus brachten.

Nach Rücksprache Dr. Norbert Sandner vom Veterinärsamt des Landratsamtes Neustadt an der Waldnaab wurden die Tiere beschlagnahmt in die Tierheime nach Wunsiedel, Regensburg und Nürnberg verbracht.

Wegen des geringen Alters kommen die Welpen in Quarantäne und werden dann nach zirka vier Wochen entsprechend geimpft. „Auf die beiden Ungarn kommen Kosten in Höhe von 20.000 bis 25.000 Euro, die sich aus Bußgeld, Impfungen und Unterbringungskosten zusammensetzen“, erklärte der Veterinär.

Der 41-jährige Fahrer und sein 43-jähriger Beifahrer gaben an, die Hunde in Ungarn übernommen zu haben. Sie wollten sie nach eigenen Angaben nach Belgien verbringen.

Wie grausam Menschen dabei sein können, Tiere aus Geldgier auf engsten Raum zu pferchen, belegt der Fall auf eindrückliche Weise. Den Bundespolizisten ist zu verdanken, dass das Leid der Tiere ein Ende hat. Man kann nur hoffen, dass dies dauerhaft der Fall ist!

So eingepfercht waren die armen Tiere! (Foto: Bundespolizei)