27.12.2018, 11:23 Uhr

Zusammenstoß ICE-Züge begegnen sich auf Rangierfahrten auf dem selben Gleis – mindestens 100.000 Euro Schaden

Bei Rangierfahrten stießen an Heiligabend am ICE-Betriebswerk München zwei Inter-City-Express zusammen. Es entstand an beiden Zügen der Baureihen 403 und 411 ein Sachsachden in Höhe von mindestens 100.000 Euro. Personen wurden nicht verletzt. (Foto: BPOLI München)Bei Rangierfahrten stießen an Heiligabend am ICE-Betriebswerk München zwei Inter-City-Express zusammen. Es entstand an beiden Zügen der Baureihen 403 und 411 ein Sachsachden in Höhe von mindestens 100.000 Euro. Personen wurden nicht verletzt. (Foto: BPOLI München)

An Heiligabend, Montag, 24. Dezember, stießen zwei ICE-Züge bei Rangierfahrten vor der Werkshalle des ICE-Betriebswerkes München zusammen. Zu Personenschäden kam es nicht.

MÜNCHEN Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn informierte die Münchner Bundespolizei an Heiligabend über einen Zusammenstoß zweier ICE-Züge bei Rangierfahrten. Nach ersten Ermittlungen befand sich eine ICE-Zuggarnitur gegen 19:37 Uhr bei einer Rangierfahrt unmittelbar vor der Einfahrt in die Werkshalle des ICE-Betriebswerkes München in der Landsberger Straße. Nachdem ein weiterer ICE, für Rangierfahrten möglich, den selben Gleisabschnitt mit etwa 25 km/h befuhr, kam es zu einem Zusammenstoß der beiden Züge. Durch den Unfall wurden beide Züge erheblich beschädigt, sie waren nicht mehr fahrbereit. Der stehende ICE (zuletzt als ICE 1601 unterwegs, Bauart 403) wurde am Ende, der fahrende ICE (ehemaliger ICE 721, Bauart 411) am Anfang beschädigt. Zudem entgleisten bei dem stehenden Zug zwei Achsen an unterschiedlichen Drehgestellen am zweiten bzw. vierten Waggon. Eine vorläufige Einschätzung des Sachschadens durch die Deutsche Bahn beläuft sich an beiden Zügen auf mindestens 100.000 Euro. Dabei ist ein evtl. am Gleis entstandener Schaden noch nicht berücksichtigt. Nach ersten Auskünften von Bahnmitarbeitern muss offensichtlich aber nur neu aufgeschottert werden.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Eine vermeintliche Missachtung eines Lokführers, den vorausliegenden Fahrweg ausreichend zu prüfen, ist Gegenstand der derzeitigen Ermittlungen.


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