22.12.2018, 13:38 Uhr

Topfit mit 94 Jahren Papstbruder Georg Ratzinger reist wieder zu Benedikt nach Rom

Papstbruder Georg Ratzinger mit Schwester Laurente. Foto: EcklPapstbruder Georg Ratzinger mit Schwester Laurente. Foto: Eckl

Papstbruder Georg Ratzinger will den Gesundheitszustand seines Bruders nicht kommentieren, und auch über sein eigenen spekuliert er nicht. „Ich bin‘s einfach“, sagte der 94-Jährige dem BR kurz vor seiner Abreise nach Rom.

REGENSBURG/ROM Der 94-jährige Bruder von Papst Benedikt XVI., der frühere Domkapellmeister Georg Ratzinger, fühlt sich „gesund“. Im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk (Studio Niederbayern / Oberpfalz) sagte der nahezu erblindete, geistig aber topfitte frühere Leiter der Regensburger Domspatzen: „Ich beteilige mich nicht an Gesprächen über Gesundheit - ich bin’s einfach.“ In wenigen Wochen, am 15. Januar, feiert der in Pleiskirchen / Lkr. Altötting geborene Theologe und Musiker seinen 95. Geburtstag. Zum Schutz gegen das Tageslicht trägt er eine Rayban-Sonnenbrille im modernen Design. Ratzinger ergänzt im übrigen, es gehe ihm wie seinem Bruder Josef, dem früheren Papst Benedikt XVI.: „Die Wehwehchen des Alters sind spürbar, aber der Kopf funktioniert einwandfrei.“ Sein Bruder Josef freue sich auf den traditionellen Silvesterbesuch von ihm in Rom und sei immer traurig, wenn dieser zu Ende gehe. Georg Ratzinger fliegt vom 28. Dezember bis zum 8. Januar nach Rom. Der fast 95-jährige fürchtet die Strapazen der mehrstündigen Flugreise nach eigenen Angaben nicht. Das hat zwei Gründe: „Ich werde bestens betreut und den Lufthansapiloten kenne ich persönlich, weil er ein ehemaliger Domspatz ist. Der bringt die Sachen im Vorfeld in Ordnung.“ Im Gepäck hat Georg Ratzinger diesmal unter anderem Plätzchen und Pralinen für den Bruder und dessen Privatsekretär Georg Gänswein. Im Regensburger Alltag sorgt Schwester Laurente für das Wohl Georg Ratzingers. Sie sagt über ihren Schützling: „Ich mag ihn sehr gern und wir passen gut zusammen. „Sie sorgt auch dafür, dass er sich gesund und abwechslungsreich ernährt und lässt einen kleinen Blick in die Papstbruder-Küche zu: „Salat mag er nicht so gern - den spar ich ihm heute.“