03.08.2018, 13:20 Uhr

Temperaturen über dreißig Grad Für die tierischen Bewohner im Tierpark Hellabrunn gab‘s eine Erfrischung

(Foto: Tierpark Hellabrunn/Marc Müller)(Foto: Tierpark Hellabrunn/Marc Müller)

Der Sommer ist in vollem Gange und seit Tagen herrschen in München Temperaturen über dreißig Grad. Da brauchen nicht nur wir Menschen hin und wieder eine erfrischende Abkühlung, auch den tierischen Bewohnern im Tierpark Hellabrunn wird Erfrischung geboten.

MÜNCHEN Wer in diesen Tagen den Weg nach Hellabrunn findet, der wird gleich doppelt belohnt: Inmitten der schattigen Isar-Auen ist es tatsächlich ein paar Grad kühler als in der Stadt und zudem lässt sich herrlich beobachten, wie die Tiere sich in den Wassergräben oder mit großen Eisbomben erfrischen und abkühlen.

In dieser Woche haben sich die Tierpfleger in der Polarwelt für die beiden Eisbären-Damen Giovanna und Quintana ins Zeug gelegt und ihnen eine köstliche Eisbombe mit verschiedenen Obstsorten vorbereitet. Ganz klar, dass dies auf große Begeisterung bei den verspielten Eisbären trifft. Giovanna und Quintana macht die Hitze übrigens weitaus weniger zu schaffen, als viele denken. Die Tiere erfrischen sich mit ausgiebigen Bädern im rund 12 Grad kalten Wasser – da kann es dann auch durchaus sein, dass sich die beiden anschließend bei einem Sonnenbad wieder aufwärmen. Doch natürlich können sich die beiden auch jederzeit an ausreichend schattige Plätze in der Anlage zurückziehen.

Schattig mögen es auch die Sibirischen Tiger, Löwen oder Roten Pandas – für viele Tiere ist es eine bewährte Strategie, tagsüber im Schatten zu faulenzen und die aktive Zeit in die Morgen- und Abendstunden zu verlegen.

Pinguine und Pelikane hingegen genießen, ähnlich wie die Eisbären, das ausgiebige Bad in den Wasserbecken. Durch den gesamten Tierpark fließt kühles Quellwasser, das auch im Hochsommer eine Maximaltemperatur von rund 15 Grad hat.

„Jede Tierart verhält sich bei heißen Temperaturen anders: Viele schalten einen Gang herunter – ganz so wie wir Menschen“, erläutert Tierpark-Direktor Rasem Baban und ergänzt: „Natürlich macht es einen Unterschied, ob Tiere aus den Tropen oder der Antarktis kommen. Generell haben die Tiere jedoch weniger Probleme mit den Extremtemperaturen als wir Menschen. Allen Tieren bieten wir genügend Rückzugsmöglichkeiten und natürlich gibt es jetzt im Sommer öfter mal eine leckere Eistorte und eine erfrischende Dusche für unsere tierischen Bewohner. Das mögen nicht nur die Eisbären, Erdmännchen oder Giraffen, sondern macht auch den Besuchern beim Zusehen sichtlich Freude.“


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