20.07.2018, 09:30 Uhr

Vater spielt beim SV Sulzbach Diagnose Hirntumor – BFV-Sozialstiftung unterstützt Liah mit Spendenscheck

Die kleine Liah (7) ist todkrank, ihre Mutter Katrin und ihr Vater Danny Mak geben aber nicht auf. (Foto: privat)Die kleine Liah (7) ist todkrank, ihre Mutter Katrin und ihr Vater Danny Mak geben aber nicht auf. (Foto: privat)

Liah Mak, Tochter des Bezirksliga-Spielers Danny Mak vom SV Sulzbach an der Donau leidet an einem Hirntumor. Am Freitag übergibt die BFV-Sozialstiftung einen Spendenscheck.

REGENSBURG Der 25. Juni 2018 wird für Katrin und Danny Mak für immer als einer der schlimmsten Tage in Erinnerung bleiben. Vor gut drei Wochen haben die Eltern zweier Kinder erfahren, dass ihre siebenjährige Tochter Liah an einem Hirntumor leidet. Ein Schock für das junge Paar, zumal der Tumor laut den Ärzten der Kinder-Uni-Klinik Ostbayern (KUNO) in Regensburg nicht operabel ist. Prof. Dr. Alexander Brawansik, Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum, erklärt, dass das größte Problem die Lage sei – sehr nahe am Kleinhirn, wo sich lebenswichtige Zentren (zum Beispiel Atmung und Kreislauf) befinden. Zum anderen hätte der Krebs bereits unmittelbar nebeneinander liegende Gehirnareale durchwachsen, sodass man den Tumor nicht abgrenzen oder separieren könne. Wenig Hoffnung für Liah, Katrin, Danny und Sohn Luca (3), deren Leben sich vom einen auf den anderen Tag komplett auf den Kopf stellt.

Alles beginnt mit einem fast schon gewöhnlichen Schulunfall. Liah stürzt Ende Mai beim Spielen mit dem Gesicht gegen eine Tür in ihrer Grundschule, verletzt sich an der Nase. „Nicht dramatisch“, wie Danny Mak im Rückblick erzählt. In den kommenden Tagen hat die Erstklässlerin dann jedoch mit Gleichgewichtsstörungen zu kämpfen, klagt über ein immer häufiger auftretendes Taubheitsgefühl im Arm. Katrin und Danny Mak lassen sie in einer Regensburger Kinderklinik untersuchen - ohne Befund.

Odyssee von Arzt zu Arzt

Die Gleichgewichtsstörungen bleiben. Liah hat zudem immer größere Probleme mit der Koordination, nimmt ihren Kopf in Schonhaltung und kommt nur noch mithilfe des Geländers die Treppe im Einfamilienhaus der Maks hinauf. Weitere Arztbesuche folgen, doch auch weitere neurologische Tests verlaufen negativ. Katrin Mak gibt nicht auf, sie merkt, dass mit Liah etwas nicht stimmt. Die 32-Jährige sucht einen weiteren Kinderarzt auf, verlangt eine Computertomographie (CT) und wird weggeschickt - mit dem Vorwurf der Hypochondrie.

Die CT findet erst am 25. Juni statt. Als Liah es nicht mehr schafft, die Treppe zu erklimmen, und daraufhin zu weinen beginnt, glaubt auch ihr Vater Danny nicht mehr an Spätfolgen des Schulunfalls. Was folgt, ist die traurige Diagnose.

Emotionaler Facebook-Post

Doch die Maks geben nicht auf. Danny, der beim Bezirksligisten SV Sulzbach an der Donau (Oberpfalz) im Sturm spielt, kämpft, wendet sich mit einem emotionalen Facebook-Post an die Öffentlichkeit. Er sucht einen Spezialisten, der seine Tochter vielleicht doch operieren kann. „Wollt ihr mir helfen, diesen Kampf anzunehmen? Wenn ja, dann teilt mir bitte mit, wen es geben könnte, der uns hilft“, schreibt Mak. Inzwischen wurde der Beitrag über 3.500 Mal geteilt.

Um sich um Liah kümmern zu können, wurde Danny Mak, der bei einer Regensburger Bank arbeitet, von seinem Chef vorübergehend freigestellt. Im Krankenhaus wechselt er sich mit seiner Frau Katrin ab. Wer gerade nicht am Krankenbett sitzt, passt auf den dreijährigen Luca auf. Ein schwere Situation, die die junge Familie nicht nur emotional, sondern auch finanziell schwer belastet.

BFV-Sozialstiftung hilft Familie Mak

Und genau deshalb hat sich nun auch die Sozialstiftung des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) Liahs Schicksal angenommen. Der oberpfälzer Bezirks-Vorsitzende Thomas Graml wird am Freitagabend in der Halbzeitpause des Eröffnungsspiels der Bezirksliga Süd zwischen dem SV Sulzbach/Donau und dem SV Sarching im Namen der BFV-Sozialstiftung einen Spendenscheck übergeben, um die Familie Mak zu unterstützen.

Die BFV-Sozialstiftung leistet seit ihrer Gründung im Jahr 2012 ganz gezielt Hilfe bei Schicksalsschlägen, Notsituationen, Integrationsaufgaben und weiteren sozialen Projekten innerhalb der bayerischen Familie und stellt diese Unterstützung vollkommen transparent dar. Ziel der Stiftung ist gemäß der Satzung die Unterstützung des Fußballsports im Allgemeinen und im Speziellen. Neben besonders förderungswürdigen Projekten im sportlichen Ausbildungsbereich ist die Unterstützung mit Finanz- und Sachmitteln im Bereich des Fußballsports sowie bedürftiger Mitglieder der BFV-Familie vorgesehen. Gefördert werden Projekte im In- sowie auch im Ausland. So werden beispielsweise auch Projekte in Afrika, die bereits durch den BFV befördert wurden, nun mit den Mitteln, die der Stiftung zur Verfügung stehen, unterstützt. Diese gemeinnützige und selbstlose Tätigkeit der BFV-Sozialstiftung, deren Mittel sich beispielshalber aus Einnahmen wie dem BFV-Sozial-Euro, der bei Relegationsspielen erhoben wird, und weiteren Spenden zusammensetzen, kann sowohl von Einzelpersonen als auch von Vereinen in Anspruch genommen werden.


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