21.06.2018, 10:26 Uhr

Kolumne Fürstin Gloria im Wochenblatt über die Auto-Debatte – „Lassen wir uns nicht verschaukeln!“

(Foto: Thurn und Taxis Zentralarchiv)(Foto: Thurn und Taxis Zentralarchiv)

Fürstin Gloria widmet sich in ihrer aktuellen, exklusiven Kolumne im Wochenblatt der Debatte um den Diesel und um die Zukunft unserer Automobilindustrie.

REGENSBURG Ich bin eine begeisterte Autofahrerin und das ist eine Leidenschaft, die ich mit vielen Menschen teile. Dennoch verstehe ich nicht viel von Motoren und wie sie genau funktionieren. Sparsamer Verbrauch ist mir jedoch sehr wichtig. Deshalb war ich auch begeistert, als die neue Generation von Diesel-Motoren eine Kombination aus sportlichem Fahren mit geringem Verbrauch ermöglicht hat.

Doch plötzlich ging der Elektrowahn los und es wurde immer lauter auf den Otto Motor geschimpft. In manchen Städten soll die Politik sogar so weit gehen, dass kluge Verkehrsführung verhindert wird, damit der Autofahrer möglichst lange im Stau steht. Damit will man den Autofahrer bestrafen, weil er ein rückständiges Transportmittel benutzt. Vergessen wird dabei, dass Autofahren und mobil sein ein ganz wichtiger Teil des Freiheitsempfindens eines jeden Bürgers ist. Autos zu bauen ist eine Schlüsselindustrie und wir Deutsche werden auf der ganzen Welt für unsere tollen Autos geliebt und geachtet. Außerdem stellen die Autoindustrie und ihre Zulieferer einen großen Teil der Arbeitsplätze in Deutschland.

Wie kann es sein, dass die sehr gut bezahlten Auto-Manager sich den Schneid haben abkaufen lassen und über die längste Zeit tatenlos zugesehen haben, wie Politik und Medien hinter dem saubere Luft versprechenden Rattenfänger von Hameln hinterherlaufen? Hätte man nicht viel früher Aufklärungsarbeit leisten müssen? Fragt man seriöse Experten, wird schnell klar, dass der Elektromotor unter anderem mit zwei eklatanten Mängeln belastet ist. Erstens werden Bodenschätze wie Koltan von Kinderhänden abgebaut und zweitens ist der Bau und die Entsorgung der Batterien extrem umweltschädlich, abgesehen davon wird Lithium jetzt schon knapp. Auch ich fahre gerne Elektrowagen, aber das diese umweltfreundlicher sind ist einfach nicht wahr!

„Wir müssen aus dem Lala-Land erwachen!“

Ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz wäre es zum Beispiel, wenn wir die sträflich vernachlässigte Forschung der nuklearen Wiederaufbereitung und Entsorgung wieder in Angriff nähmen.

Wir haben unsere Atomkraftwerke abgeschaltet und lassen dafür die Dreckschleudern Kohlekraftwerke auf vollen Touren laufen.

Den Atomstrom kaufen wir stattdessen teuer aus Frankreich und Tschechien dazu. Wäre es nicht besser, die eigene Nuklearenergie sicherer zu machen, dort Gelder in die Forschung zu investieren, statt riesige teuere Windräder aufzustellen, die, wenn Sie sich drehen, Vögel zerhacken und deren Entsorgung und Abbau alles andere als umweltfreundlich sind?

Wäre es nicht endlich Zeit aus dem „Lala-Land“ zu erwachen und vernünftige Umweltpolitik zu betreiben die nicht ideologisch geführt, sondern wissenschaftlich begründet ist?

Das Geld der Steuerzahler darf nicht weiter für „Sankt-Nimmerleins-Projekte“ ausgegeben werden. Die Amerikaner und Japaner lachen schon, weil sie sagen, sie brauchen die deutsche Autoindustrie nicht zu zerstören, das machen die Deutschen schon selber.

Werden wir endlich wach und hören wir auf, uns verschaukeln zu lassen!