18.04.2018, 09:26 Uhr

Neuzugang Ein Giraffen-„Geschenk“ für Hellabrunn

(Foto: Tierpark Hellabrunn/Marc Müller)(Foto: Tierpark Hellabrunn/Marc Müller)

Seit dieser Woche hat die Giraffensavanne im Münchner Tierpark eine neue Mitbewohnerin: „Zawadi“, zu Deutsch „Geschenk“, heißt die fast zweijährige Giraffen-Dame aus dem Kölner Zoo. Die Halbschwester von Giraffe „Baridi“ komplettiert die Hellabrunner Junggesellinnengruppe.

MÜNCHEN Schon wenige Stunden nach ihrer Ankunft im Tierpark erkundet „Zawadi“ interessiert ihr neues Zuhause. Gemeinsam mit den Hellabrunner Giraffen „Taziyah“, „Makena“, „Bahati“ und „Baridi“ wird die fast zweijährige „Zawadi“ ab sofort die Münchner Giraffensavanne bewohnen. „Wir geben ,Zawadi‘ für die Eingewöhnung und das Kennenlernen der anderen vier Tiere so viel Zeit, wie sie benötigt“, so Tierpark-Direktor Rasem Baban. Da die Giraffen der Weibchengruppe alle ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten haben, achten die Tierpfleger auf eine behutsame Eingewöhnung des Neuzugangs.

Derzeit gibt es in europäischen Zoos sehr viele Giraffen. Somit ist es bei Nachwuchs schwierig, die Jungtiere an andere Zoos zu vermitteln. Die Hellabrunner Junggesellengruppe bietet die Möglichkeit, Nachzuchten wie „Zawadi“ aus anderen europäischen Zoos aufzunehmen. Die Bildung gleichgeschlechtlicher Gruppen gehört zum natürlichen Verhalten von Giraffen. Der Entschluss, in Hellabrunn eine reine Weibchengruppe zu halten, ist nicht nur ein wichtiger Beitrag für das Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), sondern auch sinnvoll, um die Geburten von Tieren, welche in menschlicher Obhut leben, kontrollieren zu können.

Namensgebend für die Netzgiraffe, eine von mehreren Giraffenarten, ist ihre creme- bis dunkelbraunfarbene Fellmusterung, die an ein Netz erinnert. Natürliche Lebensräume der Netzgiraffen sind vor allem Grassteppen in Ost- und Südafrika. Da der Bestand in Afrika immer weiter zurückgeht, sind Giraffen seit Ende 2016 laut Roter Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN als gefährdet eingestuft.

Im Giraffenhaus gibt es ab sofort auch eine Messlatte, anhand derer die Besucher selbst die Größe und das Wachstum der Giraffen ablesen können.


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