04.04.2018, 08:58 Uhr

Praktische und emotionale Unterstützung Beauftragter für die Opfer und Hinterbliebenen Terroranschlags auf dem Breitscheidplatz zieht Bilanz

Mahnmal: „Zur Erinnerung an die Opfer des Terroranschlags am 19. Dezember 2016, Breitscheidplatz“. (Foto: Senatskanzlei Berlin)Mahnmal: „Zur Erinnerung an die Opfer des Terroranschlags am 19. Dezember 2016, Breitscheidplatz“. (Foto: Senatskanzlei Berlin)

Nach gut einem Jahr endete am 31. März die Aufgabe von Ministerpräsident a. D. Kurt Beck als Beauftragter der Bundesregierung für die Opfer und Hinterbliebenen Terroranschlags auf dem Breitscheidplatz.

BERLIN Mit viel Engagement hat sich Ministerpräsident a. D. Kurt Beck den Belangen der Opfer und Hinterbliebenen des Terroranschlags gewidmet und Hilfen im Rahmen seiner Möglichkeiten vermittelt, die sich an den konkreten Bedürfnissen der Betroffenen orientierten. Wie breitgefächert diese Aufgabe war, zeigen eindrücklich der Zwischen- und Abschlussbericht des Opferbeauftragten, die er im vergangenen Jahr bereits vorgelegt hat. In zahlreichen persönlichen Gesprächen mit den Betroffenen hat er auch die Kritik, die diese hatten, aufgegriffen, in seinem Abschlussbericht konkrete Verbesserungsvorschläge gemacht und sich für deren Umsetzung auf politischer Ebene eingesetzt.

Zum Abschluss seiner Tätigkeit zieht Beck Bilanz: „Als ich vor gut einem Jahr von der Bundesregierung zum Beauftragten für die Opfer und Hinterbliebenen des schrecklichen Terroranschlags auf dem Breitscheidplatz ernannt wurde, war ich mir der Verantwortung gegenüber den Betroffenen, die so viel Leid erfahren mussten, sehr bewusst. Sehr viele haben sich an mich gewandt und ich habe versucht, durch praktische und emotionale Unterstützung zu helfen. Auch mehr als ein Jahr nach dem schrecklichen Anschlag ist für die Betroffenen nichts vorbei und auch Hilfen werden weiter notwendig sein. Daher war es mir wichtig, dafür Sorge zu tragen, dass auch nach Beendigung meiner Aufgabe weiterhin Ansprechpartner zur Verfügung stehen, an die sich die Betroffenen wenden können. Daher habe ich in meinem Abschlussbericht auch die Einrichtung zentraler fester Strukturen vorgeschlagen und ich freue mich, dass die Bundesregierung an der Umsetzung dieses Vorschlags arbeitet. Bis dahin werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meiner Geschäftsstelle den Betroffenen auch weiterhin für Fragen zur Verfügung stehen und engagiert meine Arbeit fortsetzen. Auch hinsichtlich der Erhöhung der Entschädigung bin ich zuversichtlich, dass die Hinterbliebenen von einer Erhöhung, wie ich sie gefordert habe, profitieren werden. In dem Bewusstsein, dass meine Arbeit fortgeführt wird und auch auf politischer Ebene die Weichen für Verbesserungen gestellt sind, beende ich meine Tätigkeit als Opferbeauftragter. Ich wünsche allen Betroffenen von Herzen die Kraft, in einen Alltag zurückkehren zu können.“

Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Katarina Barley betonte: „Kurt Beck hat sich seiner Aufgabe mit viel Engagement gewidmet. Ich danke ihm herzlich für seinen Einsatz. Er hat für die Opfer und Hinterbliebenen viel erreicht, sowohl in jedem Einzelfall als auch politisch durch seine konkreten Verbesserungsvorschläge, für deren weitere zügige Umsetzung ich mich einsetzen werde.“


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