10.03.2018, 08:35 Uhr

Tradition Die Regensburger Königstreuen – eine Institution mit Polit-Gespür


Der designierte neue Ministerpräsident übergibt die Kette an Ministerin Ilse Aigner.

REGENSBURG Die Königstreuen sind schon längst zu einer echten Institution geworden. Sie stehen für die Erinnerung an eine Zeit, die unsere wunderschöne Heimat Bayern bis heute prägt – die Zeit, in der das Königshaus Wittelsbach regierte und die Traditionen eines Freistaates entstanden, die bis heute nachwirken. Bayern, das ist Laptop und Lederhosen.

Für Laptop und Lederhosen stehen auch zwei herausragende bayerische Politiker, die den Freistaat in den letzten Jahren prägten. Einer davon, Finanzminister Markus Söder, hat auch das Heimatministerium unter sich, das dem Brauchtum besonders verpflichtet ist. Söder ist designierter Ministerpräsident, er wird als künftiger Landesvater die Interessen Bayerns gegenüber Deutschland und der Welt vertreten. Doch wenn er am Samstag, 10. März, ab 18 Uhr in der Continental-Arena in Regensburg auftritt, dann ist der nicht nur amtierender Finanzminister und designierter Ministerpräsident, sondern amtierender Kettenträger der Königstreuen. Die haben ihm 2016 mit großem Stolz die Kette verliehen.

Von diesem Amt, dem des Kettenträgers, muss sich Markus Söder am 10. März bei den Königstreuen jedenfalls verabschieden. Denn er wird die Kette weiterrechen: an Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Die Kette, die sie erhält, wird auch einen neuen Namen haben: Die Asam-Traditionskette nämlich, denn den Königstreuen ist es gelungen, die Kette von München nach Regensburg zu holen: Die Brauerei Bischofshof/Weltenburger ist seit diesem Jahr Partner der Königstreuen.

Die Besucher erwartet bei der Verleihung der Asam-Traditionskette am 10. März ein tolles Programm. Der vom Fernsehsender TVA bekannte Journalist Matthias Walk wird durch den Abend moderieren. Die Ehrengäste werden von Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer begrüßt, die als Repräsentantin der Stadt Regensburg ihre Aufwartung macht. Dann wird Schirmherr Rupert Rothballer den Asambock-Fassanstich durchführen – denn zur guten, bayerischen Tradition gehört immer auch ein süffiges Bier. „Durch meine mehrjährige Mitgliedschaft bei den Königstreuen Regensburg e. V., wo ich das Amt des Fahnenjunkers betreue, ist es für mich eine Ehre, die mir angebotene Schirmherrschaft bei der diesjährigen Asam-Ketten-Verleihung zu übernehmen“, sagt der Schirmherr.

Tradition und soziales Engagement vereint

Seit 46 Jahren ist Rupert Rothballer im Trachtenverein Holzhacker Obertraubling aktiv als zweiter Fahnenjunker und natürlich ist er auch seit knapp 40 Jahren aktiver Feuerwehrmann bei der Freiwilligen Feuerwehr Obertraubling. Als Mensch mit Gehbehinderung ist der Schirmherr auch sozial aktiv, Beiratsmitglied in der Vorstandschaft des Vereins „Behinderte-Nichtbehinderte“. Das macht Bayern schon immer aus: Tradition und soziales Engagement geht hierzulande Hand in Hand. Mit dabei ist auch Günther Schlagbauer aus Deising, der als Vorsitzender des Zunft- und König-Ludwig-Vereins Deising mit einer Abordnung aus dem Landkreis Kelheim anreisen wird.

Natürlich darf beim Hochamt der Königstreuen auch die richtige musikalische Begleitung nicht fehlen. Für diese zeichnet die Trachtenkapelle Ramspau verantwortlich. Die Starkbierrede wird von Bußprediger Johann Beiderbeck gehalten – auch eine Tradition in der Fastenzeit, launige Bußpredigten zu lauschen. Gstanzlsänger ist der Riegler Hias, auch eine Kapazität auf seinem Gebiet.

Und dann wird das Glanzlicht des Abends sicher eine Rede sein, die der designierte Ministerpräsident und scheidende Kettenträger auf seine Nachfolgerin in der Königstreuen-Würde, Ilse Aigner, halten wird. Man darf gespannt sein, welche Worte Söder wählen wird. Die Königstreuen sind eine echte Institution in Regensburg, die den Spaß an der Sache in den Vordergrund stellen. Deshalb ist der Eintritt frei.


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