02.03.2018, 08:36 Uhr

Gastronomie und Tradition Artmanns Herzl soll den Weinstadl auf der Regensburger Dult beerben


Das Areal, das seit vielen Jahren vom Weinstadl besetzt wird, ist vergeben: Nach Informationen des Wochenblatts zieht das Artmanns Herzl auf den Standplatz. Einen Ersatz für das Herzl wird es auf dem bisherigen Stellplatz allerdings nicht geben.

REGENSBURG Offiziell bestätigen will es noch niemand, und vor allem auch Herzl-Macher Peter Artmann wehrt eine Anfrage gleich ab: „Kein Kommentar“ sagt Artmann, als er in einer anderen Geschichte einen Termin beim Wochenblatt hat. Aber aus Stadtkreisen hat das Wochenblatt längst erfahren, was die Sensation der kommenden Maidult sein dürfte: Nachdem Weinstadl-Macher Josef Bauer sein Aus aus gesundheitlichen Gründen auf der Regensburger Dult verkündete, hatte die Stadt das Areal in der Nähe des Aufgangs zur Oberpfalzbrücke ausgeschrieben. „Der beste Bewerber hat den Zuschlag bekommen“, sagte dem Wochenblatt ein hoher Vertreter der Stadt. Und das ist: Peter Artmann mit seinem Artmanns Herzl.

Seit Mai 2016 ist Peter Artmann nun auf der Dult, das Herzl ist ein echter Renner. Insbesondere ein Publikum, das bisher die Dult eher mied, zieht es an wie Fliegen das Licht: Ein Hauch von Oktoberfest-Stimmung kommt auf, wenn man das Herzl auf der Dult besuchte. Doch das Publikum musste eng gedrängt zu den Stoßzeiten Cocktails schlürfen – der Laden war oft proppenvoll. Offenbar möchte Herzl-Macher Artmann einen Biergarten implementieren. Eine Bestätigung dafür gibt es allerdings nicht.

Fakt ist aber, dass der Standplatz vom Weinstadl zuletzt ausgebaut wurde. Innen hat der Stadl eine Kapazität von 400 Sitzplätzen, im Außenbereich sind es nochmals 350 im Biergarten. Genau auf diese Sitzplätze könnte es Artmanns Herzl abgesehen haben.

Wie es außerdem aus Rathaus-Kreisen heißt, wird es aber keine weitere Gastronomie auf dem Areal geben, auf dem bisher das Herzl untergebracht war. Somit fällt der Weinstadl also, wie bereits letzte Woche berichtet, weg. Weinstadl-Wirt Josef Bauer betonte vergangene Woche im Gespräch mit dem Wochenblatt, dass man natürlich auch weiterhin den Regensburgerinnen und Regensburgern mit gewohntem Service zur Verfügung stehen würde – auf dem Christkindlmarkt nämlich. Dennoch ist die Trauer bei Stammgästen groß.

280.000 Euro kostet der Weinstadl im Verkauf

Das Interesse an dem Stadl selbst war zumindest nach dem Exklusiv-Bericht des Wochenblatts in der vergangenen Woche groß: Sogar in Thailand hat man das Wochenblatt gelesen. Ein alteingesessener Regensburger interessierte sich für den Stadl. Der Preis für die Traditions-Einrichtung: 280.000 Euro.