29.12.2017, 17:39 Uhr

Polizeibeamte mit Humor Ein kurioser Einsatz in Wörth verlangte nach einem besonderen Pressebericht

(Foto: Evgeny Karandaev/123rf.com)(Foto: Evgeny Karandaev/123rf.com)

Die Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Wörth an der Donau zeigen Humor – ein Einsatz wegen einer vermuteten Tat eines Vandalen weckte die poetische Ader des Sachbearbeiters ...

WÖRTH AN DER DONAU Eine Sachbeschädigung einer Lichterkette an einem Christbaum vor einem Wohnanwesen in Wörth an der Donau wurde der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz am Donnerstag, 28. Dezember, gegen 16.45 Uhr mitgeteilt.

Beamte der Polizeiinspektion stellten dann vor Ort fest, dass es sich wohl nicht um den vermuteten Vandalismus von Unbekannten gehandelt hat, sondern sich die Beschädigungen auf ganz andere Art und Weise ereignet hatten. Bei der Tatortbesichtigung kamen die Beamten, unter Ihnen auch der Jagdsachbearbeiter der Inspektion, dem Verursacher schnell auf die Spur.

Die Beschädigungen ließen sich eindeutig mit den vorhandenen Spuren im Schnee in Einklang bringen. Bei dem Täter handelte es sich dabei um ein Reh. Dieses hatte den „Tatort“ bereits wieder in unbekannte Richtung verlassen.

„Die PI Wörth an der Donau erlaubt sich in diesem Zusammenhang auch den ,Tatortbefundbericht‘ des Sachbearbeiters mitzuteilen“, heißt es weiter – und der lässt schmunzeln!

Zwischen den Feiertagen war’s gewesen,

da trieb ein Unhold in Wörth sein Unwesen.

So oder so ähnlich wurd’s der Polizei mitgeteilt,

die daraufhin zum Ort des Verbrechens eilt.

Am Tatort wurde der Weihnachtsbaum angegangen,

die Aufklärung des Verbrechens war des Bürgers Verlangen.

Die Äste des Baums und die Lichterkette waren sauber abgezwickt,

die Beamten der Polizei machten die Spurensicherung schon geschickt.

Und plötzlich war’s wegen der „Fußspuren“ ganz klar,

wer der freche Lump am Baum da war.

Im Schnee die Fährte nur einen Rückschluss zuließ,

die Abdrücke das Reh am Tatort zurückließ.

Des nächtens knabberte es am Baum mit Genuss,

für die Baumbesitzer sorgte dies für Verdruss.

Nach dem Mal verschwand es wieder,

und ließ sich vermutlich im Wald dann nieder.

Das „Verbissgutachten“ des Försters steht noch aus,

aber vermutlich läuft’s sich auf „zu Hoch“ hinaus.

Liebe Leut, was lernen wir aus der Geschicht?

Nicht alles, was kaputt ist, war auch ein Bösewicht!


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