21.12.2017, 00:34 Uhr

Gute Vorbereitung das A und O Vor Weihnachten herrscht im Regensburger Paketzentrum Hochbetrieb

(Foto: Deutsche Post)(Foto: Deutsche Post)

Jedes Jahr sind die Menschen aufs Neue amüsiert, wenn bereits im Spätsommer die ersten Lebkuchen und Schoko-Nikoläuse in den Supermarktregalen auftauchen. Doch auch in den Paketzentren der Deutschen Post werden bereits Wochen vor dem Fest die Weichen auf Weihnachten gestellt: Schließlich ist die Vorweihnachtszeit die stärkste Phase im ganzen Jahr.

REGENSBURG Bis zu doppelt so viele Päckchen und Pakete – also über 8,5 Millionen Sendungen – werden dann in Deutschland täglich mit Deutsche Post DHL verschickt. Damit die genauso schnell und zuverlässig bei ihren Empfängern ankommen wie unterm Jahr, ist eine gute Vorbereitung das A und O.

Deshalb fängt Werner Förster, Leiter des Paketzentrums in Regensburg (hier werden alle Sendungen bearbeitet, die aus den Postleitzahlgebieten 93, 94 und teilweise 84 verschickt werden oder für diese bestimmt sind), mit den Planungen für den sogenannten „Starkverkehr“ schon nach den Sommerferien an. Dann nämlich beginnen die Paketmengen langsam aber stetig zu steigen: Manch einer bestellt schon jetzt die ersten Weihnachtsgeschenke, Firmen ordern Präsente für ihre Kunden, Geschäfte benötigen weihnachtliche Dekoration. Auch wenn sich durch den Onlinehandel und die schnelle Lieferbarkeit vieler Waren das größte Paketaufkommen nach hinten verschoben hat und der steilste Peak kurz vor Heiligabend kommt – also diese Woche noch!

Auf seine Mitarbeiter kann sich Förster in dieser besonders anspruchsvollen Zeit bedingungslos verlassen. Weihnachten ist für sie so etwas wie der Höhepunkt des Jahres: „Die Anspannung bei uns ist wie die eines Fußballers vor einem großen Spiel – alle wissen, dass es um viel geht, und wollen eine Topleistung bringen“, sagt Förster nicht ohne Stolz. Damit alles reibungslos läuft, stellt er zusätzlich zu seinen 350 regulären Mitarbeitern rund 100 Aushilfen ein – darunter auch Studenten und Schüler, die sich etwas dazuverdienen wollen. Diese Verstärkung ist auch nötig, da in der Hochphase kurz vor Heiligabend in Regensburg etwa doppelt so viele Pakete bearbeitet werden wie etwa im Juli oder August – das können schon mal rund 550.000 Sendungen in 24 Stunden sein.

Eine Unwägbarkeit bleibt trotz präziser Planung jedoch bestehen: das Wetter. Winterliche Wetterkapriolen können die Abläufe im Paketversand empfindlich stören. „Deshalb braucht man bei der Post den direkten Draht zum lieben Gott“, scherzt Förster. Wenn auch der nicht hilft und die Lkw in Schnee und Eis steckenbleiben, werden eingeplante Pufferzeiten im Paketzentrum genutzt, um Verzögerungen so gut wie möglich auszugleichen. Trotzdem empfiehlt Förster, Geschenke nicht erst in allerletzter Sekunde zu bestellen und zu verschicken – auch wenn er und sein Team jedes Jahr alles geben, damit wirklich jedes Paket an Heiligabend unterm Christbaum liegt. Wenn das geschafft ist, gibt es allerdings nur eine kurze Verschnaufpause: Denn nach dem Fest werden ungeliebte Geschenke zurückgeschickt und Gutscheine eingelöst.


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