20.03.2018, 14:15 Uhr

Start Up Niederbayer will TV-Experten seinen PET-Bierball schmackhaft machen

Volker Roth ist am 21. März um 20.15 Uhr auf SAT.1 zu sehen. Der Jury um Carsten Maschmeyer präsentiert er seinen 5 Liter PET-Bierball. (Foto: SAT.1)Volker Roth ist am 21. März um 20.15 Uhr auf SAT.1 zu sehen. Der Jury um Carsten Maschmeyer präsentiert er seinen 5 Liter PET-Bierball. (Foto: SAT.1)

Die Fußball-WM in Russland steht quasi schon vor der Tür und wenn es nach Volker Roth (nicht zu verwechseln mit dem einstigen Fifa-Schiedsrichter) geht, dann trinken die Fans vor dem Fernseher ihr Bier aus seiner Erfindung. Der gebürtige Pforzheimer, der inzwischen in Bayerbach (Landkreis Rottal-Inn) lebt, hat einen 5-Liter-PET-Bierball entwickelt, den er am Mittwoch, 21. März, um 20.15 Uhr in SAT.1 vorstellen wird.

BAYERBACH Volker Roth wird in der Sendung „Start Up! Wer wird Deutschlands bester Gründer?“ zu sehen sein werden. Er ist aus 2.000 Bewerbern ausgesucht worden und einer von 35 Gründern, die in Berlin persönlich vor Carsten Maschmeyer und seiner Expertenjury sich und seine Produktidee vorstellen durften – als einziger aus Niederbayern.

Auf die Idee zu diesem „Partyball“ kam Volker Roth schon während seines Berufslebens. Der heute 67-Jährige war u. a. Vertriebleiter Asien für Abfüll- und Verpackungsanlagen und zuletzt Businessmanager Tetra Pak Plast in Osteuropa.

„Beim Bier bevorzuge ich einen Bügelverschluss und so wollte ich unbedingt einen Fußball aus PET mit einem solchen Verschluss entwickeln. Natürlich sind auch andere Figuren möglich, aber ich dachte, zu einer Fußball-WM passt ein Ball ganz gut“, so Volker Roth. Zudem hat er auch PET-Gefäße für Touristen und Camper, aber auch für Vereine entwickelt.

Gesagt getan. Doch während er aus der ganzen Welt auf große Nachfrage gestoßen sei, hätten die deutschen Brauereien bisher wenig Interesse an seiner Entwicklung gezeigt. „Die Deutschen sind für PET nicht so offen. Und einen Bügelverschluss wollten sie überhaupt nicht“, blickt Volker Roth zurück.

Für eine Massenproduktion aus eigener Hand fehlt ihm das nötige Kleingeld. „Ich bin Rentner und habe sogar mein Original-London-Taxi verkauft, um die Anfangsfinanzierung hinzubekommen“, erklärt der 67-Jährige.

„Mein Ball ist eine gute Alternative zum 5 Liter Partyfass, denn er ist restlos zum entleeren, man kann aus ihm direkt trinken oder in ein Glas gießen und er ist wirklich originell und auch wesentlich günstiger im Einkauf“, hält Roth den Skeptikern aus den Reihen der Brauereien entgegen.

Die Massenproduktion zur WM 2018 hatte er eigentlich schon abgehakt, da kam auf einmal die Einladung zur neuen Gründershow „Start Up! Wer wird Deutschlands bester Gründer?“. Investor und Selfmade-Unternehmer Carsten Maschmeyer bricht in der neuen SAT.1-Reihe mit den 14 aussichtsreichsten Kandidaten auf zu einer achtwöchigen Gründungs-Reise, während der die künftigen Unternehmer in immer anspruchsvolleren Challenges beweisen müssen, dass sie das Zeug zu Deutschlands erfolgreichstem Gründer haben. Der Sieger gründet zusammen mit Carsten Maschmeyer ein eigenes Unternehmen und erhält von ihm als Startkapital ein Cash-Investment von einer Million Euro.

Mit in der Jury sitzen Lea Lange, Geschäftsführerin und Gründerin von Juniqe.de, einem Onlineshop für bezahlbare Kunst, Wohnaccessoires und Schreibwaren, und Dr. Klaus Schieble, Geschäftsführer beim Frühphaseninvestor „seed + speed Ventures“ und dem Wachstumsfinanzierer „Alstin“.

„Ich war sehr überrascht, dass meine Bewerbung so gut ankam, dass ich eingeladen wurde. Mit 67 Jahren war ich zwar der älteste Teilnehmer, aber als aktiver Triathlet auch der fitteste“, schmunzelt Volker Roth. Mit Hilfe der Sendung könnte sein PET-Bier-Ball in die Erfolgsspur kommen: „Wenn es zur WM 2018 nicht mehr klappt, dann vielleicht zur EM 2020“, will er weiter am Ball bleiben.


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