28.02.2018, 15:16 Uhr

Am Passauer „Nockherberg“ Kabarettreifes Anzapfen und auch sonst viel Starkbierfest-Spektakel!


Krebs, Knedl&Kraut, Binser – und doch Kempinger –boten Unterhaltsames in der X-Point-Halle

PASSAU Starkbier-Spektakel der Innstadt-Bierspezialitäten in der X-Point-Halle: Zur Premiere 2018 des „Passauer Nockherbergs“ hatten Brauereichef Stephan Marold und Spektakel-Organisator Friedhelm Feldmeier wieder hochkarätige bayerische Entertainer eingeladen: Wolfgang Krebs, das „lachlederne Wirtshausmusi“-Trio Knedl & Kraut sowie Helmut A. Binser, der Oberpfälzer Humorist im Stile eines Fredl Fesl.

Angekündigt war, dass der langjährige Lokal-Matador, der Passauer Kabarettist Manfred Kempinger, dieses Jahr pausieren werde. Umso größer die Überraschung, ihn als Gast am Tisch von Ottfried Fischer zu entdecken. Und auf die Bühne musste Kempinger, der in den vergangenen Jahren oft als Multi-Vereinsfunktionär „Peter Hasenschwingerl“ für Lachsalven bei den Starkbierfesten sorgte, dann doch noch – Moderator Walter Berndl holte ihn zum Anzapfen nach vorne.

Das geriet Kempinger, unfreiwillig, doch nahezu kabarettreif. „Das ist ja Alkoholmissbrauch“ frotzelte Berndl, als rund um den Zapfhahn der süffige Kapuziner Doppelbock aus dem Fass gen Boden floß! G‘wand zum Wechseln hatte Kempinger schon eingepackt, dabei hätte er eine zweite Bühne mitnehmen sollen, so Berndl! – Tatsächlich wurde beim diesjährigen Starkbierspektakel der spezielle Passauer Touch vermisst, für den immer Kempinger gesorgt hatte. Und der versprach, sich für das nächste Jahr was zu überlegen!

Bereits zum zehnten Mal stand Wolfgang Krebs mit seinen Paradefiguren auf der Starkbier-Spektaktelbühne in der X-Point-Halle. Heuer begann er natürlich als Markus Söder in Ludwig II.-Kostümierung, es folgten viel belachte Parodien von Seehofer, Vereinsfunktionär Schorsch Scheberl – und natürlich dem Landesvater der Herzen, Edmund Stoiber. Dessen Parodie reichte aber fast zu nah an die Polit-Aschermittwoch-Originalreden heran und geriet so fast etwas zu langatmig …

Seinem Ruf als „lachlederne Wirtshausmusi“ wurde das Trio „Knedl & Kraut“ auf das Zünftigste gerecht. Faszinierend der virtuose Einsatz ungewöhnlicher Instrumente und die Liedparodien von Daniel Neuner!

Und zum Schluss räumte – wieder – der Binser gewaltig ab, mit seinen skurrilen Liedern und absurden G‘schichten. Er habe Otti Fischer versprochen, keine 1860er-Witze zu machen, um dann frech einen nach dem anderen vom Stapel zu lassen – zum Vergnügen des Publikums!

Das hatte ihn sofort wieder ins Herz geschlossen, den Oberpfälzer von nebenan, der authentisch-urig über seinen „Nachbarn, der Depp“ singt. Und darüber, dass alles seine Zeit hat!

Noch zweimal gibt es das Starkbier-Spektakel mit Krebs, Knedl & Kraut sowie Binser zu erleben: am 2. und 3. März!


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