25.10.2017, 17:17 Uhr zuletzt aktualisiert vor

„Gelobtes Hinterland“ Landkreis FRG im „Spiegel“: Erfolgsgeschichte der Provinz

Der Landkreis Freyung-Grafenau gehört laut „Spiegel“ zu den erfolgreichen Vorzeige-Provinzen in Deutschland.Der Landkreis Freyung-Grafenau gehört laut „Spiegel“ zu den erfolgreichen Vorzeige-Provinzen in Deutschland.

Nachrichtenmagazin berichtet über das „gelobte Hinterland“

FREYUNG Das dürfte Freyung-Grafenaus Landrat Sebastian Gruber und allen seinen Bürgermeistern wie Honig runtergegangen sein: Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ richtete in seiner jüngsten Ausgabe den Fokus auf den Osten Bayerns – ganz speziell auf den Landkreis FRG. Unter dem Titel „Gelobtes Hinterland“ widmete sich das renommierte Blatt wirtschaftlichen Erfolgsgeschichten aus der Provinz und kommt zu dem Fazit: Der Landkreis Freyung-Grafenau sei Spitze.

Fällt die Provinz hinter den boomenden Metropolregionen immer weiter zurück? Dieser Frage ging der „Spiegel“ nach, zeigte an vier deutschen Bespielen, dass es auch anders geht, dass auch durchaus die Provinz wirtschaftliche Erfolgsgeschichten schreibt. Und eine solche sei der Landkreis Freyung-Grafenau.

Zwar brauche man für fast alles hier ein Auto, München sei genauso weit entfernt wie Prag. Im gesamten Kreisgebiet gäbe es nicht einen Kilometer Autobahn, keine nennenswerte Zugverbindung und keine Universität. Weil eine Universität fehle, würden Akademiker fehlen. Viele junge Leute würden die Region verlassen.

Trotzdem sei Freyung-Grafenau eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte. Von 2000 bis 2014 wuchs die Wirtschaftskraft pro Kopf durchschnittlich um 3,4 Prozent pro Jahr, in ganz Deutschland waren es im selben Zeitraum nur 2,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag 2016 bei 3,4 Prozent, das ist praktisch Vollbeschäftigung. Überdurchschnittlich ist die Zahl der Selbstständigen. Die Treiber der guten Entwicklung im Kreis seien nicht einige wenige weithin sichtbare Großunternehmen. Hinter dem Wachstum stünden viele kleine Unternehmer.

Freyunger Vorteile wären zum einen das günstige Bauland und zum anderen die rasch fortschreitende Digitalisierung und der vom Freistaat angetriebene Ausbau des hochleistungsfähigen Internets, das zum entscheidenden Standortfaktor werde.

Was das Blatt nicht schreibt: Die heuer im Frühjahr erfolgreich gestartete „Rückhol-Aktion“, mit der Landrat Gruber junge Menschen animieren will, aus den Metropolen weg in den Bayerischen Wald zu ziehen, dort zu leben und zu arbeiten, wo andere Urlaub machen.


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