10.01.2021, 20:23 Uhr

„Damit haben wir nicht gerechnet“ Spendensammlung am Landshuter Weihnachtshaus schenkt einer bitterarmen Familie ein neues Zuhause


Durch das wunderbare Weihnachtshaus in Landshut wurden fast 5.000 Euro für den Verein „Ecuador Licht und Schatten“ gesammelt.

Landshut. Am Dreikönigstag sind die bunten Lichter am Weihnachtshaus in Landshut erloschen. Seit dem 1. Advent hatte das Ehepaar Wallner mit ihrem liebevoll geschmückten Haus für eine festlich-fröhliche Atmosphäre gesorgt. Mehr noch: Durch die Großzügigkeit der Besucher wird nun einer bitterarmen Familie neue Hoffnung geschenkt.

Gemeinsam mit seiner Frau Martina (44) gestaltet Uwe Wallner (46) alljährlich das Weihnachtshaus in der Landshuter Bayerwaldsiedlung. Diesmal hat das Ehepaar zusätzlich eine Spendenaktion zugunsten von „Ecuador Licht und Schatten e.V.“ ins Leben gerufen (das Wochenblatt berichtete). Und die vielen Besucher, die in den letzten Wochen den Lichterzauber in der Osserstraße bewunderten, unterstützten nur zu gerne den Landshuter Verein, der Hilfsprojekte in dem südamerikanischen Land initiiert hat.

Kürzlich machten die Wallners „Kassensturz“: Exakt 3.586,76 Euro sind in die Spendenbox an ihrem Gartenzaun gewandert, zusätzlich gaben Unterstützer weitere 1.400 Euro. Knapp 5.000 Euro also – eine gewaltige Summe. „Damit haben wir nicht gerechnet“, ist Uwe Wallner überglücklich. Sein Dank gilt allen Spendern, aber auch der Nachbarschaft. „Ohne ihr Verständnis und ihre Toleranz wäre das Weihnachtshaus nicht möglich“, sagt der 46-Jährige. Selbiges gilt für die fleißigen Helfer im Hintergrund, die mit ihrem Einsatz und ihrem Know-how für das reibungslose Gelingen sorgten: Schwiegermama Marianne und deren Cousin Gottfried.

Sissi Pöschl, 1. Vorsitzende des Landshuter Vereins „Ecuador Licht und Schatten“, konnte es kaum glauben, als sie die Spendensumme erfuhr. „Ein riesengroßes Dankeschön an die Familie Wallner“, so Pöschl. Mit dem Geld, so erzählt sie, wird nun einer noch auszuwählenden Familie aus dem Armenviertel Nigeria in Guayaquil, der größten Stadt Ecuadors, ein besseres Leben ermöglicht. Baumaterial wird gekauft, aus dem sich eine bitterarme Familie, unter technischer Anleitung , ihr neues Zuhause selbst bauen kann.

Ein stabiles Haus aus Stein wird es werden. Ein echter Luxus. Die meisten Slumbewohner hausen in provisorischen Verschlägen aus Bambus oder Blech. Die neue Heimat, das steht schon fest, soll den Namen jener tragen, die mit ihrem Engagement alles möglich machten: „Casa Wallner“.

Nach dem überwältigenden Erfolg der Spendenaktion sind die Wallners schon voller Vorfreude auf die kommende Adventszeit. Einige Neuheiten und Überraschungen rund um ihr Weihnachtshaus sind geplant, „Näheres wird noch nicht verraten“, lacht das Ehepaar. Klar ist aber, dass man auch künftig den Verein „Ecuador Licht und Schatten“ unterstützen will. Das hört Sissi Pöschl natürlich gerne: „Wir würden uns sehr freuen, wieder dabei zu sein.“


0 Kommentare