01.01.2021, 10:25 Uhr

Silvester-Fazit der Polizei Niederbayern Unbekannte sprengen mit Böllern Verteilerkasten in Landshut – Stromausfall

 Foto: FedericoC/123rf.com Foto: FedericoC/123rf.com

Bis auf wenige Ausnahmen meldet die Polizei eine ruhige Silvesternacht und dankt den Bürgern für das „besonnene Verhalten“.

Landshut. Äußerst zufrieden ist die Niederbayerische Polizei angesichts des Einsatzgeschehens in der Silvesternacht zum Jahr 2021. „Aufgrund der seit Jahren niedrigsten Einsatzbelastungszahlen kann den Bürgerinnen und Bürgern Niederbayerns durchaus ein Kompliment für ihr besonnenes Verhalten gemacht werden“, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums am Neujahrstag.

210 Einsätze in Verbindung zur Silvesternacht zählten die Beamtinnen und Beamten in der Einsatzzentrale der Niederbayerischen Polizei zwischen 19 und 6 Uhr morgens. Dies sind rund 30 % weniger als in den letzten Jahren. Auffällig dabei ist positiverweise auch, dass sich die Zahl der Körperverletzungen stark reduzierte. So wurden von den Dienststellen „nur“ drei Delikte (mit drei Leichtverletzten) gemeldet.

In Straubing mussten gegen 1.40 Uhr allerdings mehrere Streifen zu einer Wohnung gerufen werden, in der ein Mann in einer psychischen Ausnahmesituation die anrückenden Beamten mit zwei Messern bedrohte. Die Situation konnte jedoch letztlich unproblematisch bereinigt werden.

Der registrierte Gesamtsachschaden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Niederbayern liegt bei knapp über 100.000 Euro, dies liegt insbesondere an einem Brand eines Gartenhäuschens in Regen im Bayerischen Wald (ca. 70.000 Euro), verursacht vermutlich von einem Feuerwerkskörper und an einem gegen 0.25 Uhr mit einem Böller gesprengten Breitband-/Stromverteilerkasten in Landshut (ca. 25.000 Euro), was einen Stromausfall in einem Industriegebiet zur Folge hatte.

Die Polizistinnen und Polizisten an den Notrufarbeitsplätzen in der Einsatzzentrale nahmen zwischen 19 und 6 Uhr rund 170 Notrufe an der „110“ an. Das Verkehrsunfallgeschehen in der Jahreswechselnacht war ebenfalls auf niedrigem Niveau, acht Mal krachte es beim Zusammenstoß von Fahrzeugen, glücklicherweise wurde dabei „nur“ ein Mensch leicht verletzt.

Einen besonderen Fokus legten die Polizeidienststellen natürlich auf die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen und der Vorschriften der Infektionsschutz-Verordnung. „Mit insgesamt 145 festgestellten Verstößen bei einer Einwohnerzahl von rund 1,24 Millionen für den Regierungsbezirk Niederbayern kann auch hier den Bürgerinnen und Bürger durchaus besonnenes Verhalten konstatiert werden“, so ein Polizeisprecher. Sehr positiv auf das Einsatzgeschehen habe sich das Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper ausgewirkt. Nur zu wenigen Einsätzen, die im direkten Zusammenhang mit Feuerwerk standen, mussten die Dienststellen ausrücken.

„Grundsätzlich war die Niederbayerische Polizei wie jedes Jahr ganz besonders auf die Silvesternacht vorbereitet. In diesem Zusammenhang dankt die Niederbayerische Polizei allen Bürgerinnen und Bürgern für die Einhaltung der Kontaktvorschriften und für das insgesamt sehr besonnene Verhalten“, heißt es in einer Pressemitteilung am Neujahrstag.


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