30.12.2020, 12:05 Uhr

Forderung und Wunsch von TGL-Chef „Lasst uns nach dem Lockdown wieder unseren Sport machen“

„Mir blutet das Herz“: TGL-Vorsitzender Harald Kienlein hofft, dass die neue, aber aktuell verwaiste Gerätturnhalle bald wieder mit Sportler-Leben gefüllt ist.  Foto: TGL„Mir blutet das Herz“: TGL-Vorsitzender Harald Kienlein hofft, dass die neue, aber aktuell verwaiste Gerätturnhalle bald wieder mit Sportler-Leben gefüllt ist. Foto: TGL

Viele Vereine wie die Turngemeinde Landshut haben bis zum Beginn des Lockdowns gezeigt, dass die Hygienekonzepte gut funktionieren und die Sportler diese auch umsetzen können. Darum hat TGL-Vorsitzender Harald Kienlein den Wunsch und die Forderung nach sinnvollen Vorgaben für die Zukunft.

Landshut. Wenn Harald Kienlein in diesen Tagen so mutterseelenallein durch die nagelneue Gerätturnhalle schlendert, „blutet mir natürlich ein Stück weit das Herz“. Am 21. September war der Betrieb in der Halle der Turngemeinde Landshut gestartet – und Anfang November war schon wieder (wie für alle Sportaktivitäten) alles vorbei. Der 1. Vereinsvorsitzende Kienlein: „Wir sind froh, dass wir unsere neue Halle pünktlich fertiggebracht und auch finanziell gestemmt haben. In den sechs Wochen Sportbetrieb haben wir gesehen, dass unser Hygienekonzept gut klappt.“

Die Turner hätten die Halle begeistert angenommen und seien voll des Lobes über das neue Prunkstück mit toller Akustik. „Unsere Gerätturnhalle ist die einzige in Niederbayern, die derartige Möglichkeiten bietet.“ Daher sei es jammerschade, dass die Halle nach nur sechs Wochen bereits wieder in eine Art „Winterschlaf“ versetzt worden sei. Die Sportler können jetzt den Neu-Start des Trainings kaum erwarten.

Allerdings sei ihnen genauso wie Harald Kienlein klar, dass sich hierzu die Corona-Situation erst deutlich besser darstellen müsse. Kienlein: „Bis dahin haben wir eine Zeit des Einschränkens und Darbens. Unterm Strich jammern wir allerdings auf einem hohen Niveau. Aber natürlich wollen die Sportler wieder ihrem Hobby nachgehen.“

Der TGL-Chef hofft, dass die Politik im Januar oder spätestens Februar wieder grünes Licht gibt und der Breitensport im Verein drinnen und draußen wieder möglich sein wird. Heißt: Das Sportzentrum West darf dann wieder aufsperren.

Für den Re-Start hat Harald Kienlein, der Vorsitzende des größten Sportvereins in Niederbayern zugleich einen Wunsch, eine Bitte und eine Forderung: „Dann bitte nicht wieder nur mit vier Sportlern und einem Trainer auf der Fläche eines Fußballplatzes, sondern so, wie wir aufgehört haben. Mit unserem zehnten, sorgfältig erarbeiteten Hygienekonzept und der Öffnung der Sporthallen einschließlich Gerätturnhalle, wie bereits gehabt.“ Landauf, landab hätten die Sportler gezeigt, dass sie sich an die Hygieneregeln halten können.

Harald Kienlein wünscht sich für den Breitensport unter Corona-Bedingungen Vorgaben und Regeln, die nachvollziehbar sind: „Manchmal hat man sich schon gefragt, wo der Sinn bei einigen Beschränkungen und Verboten ist.“

Im gleichen Atemzug stellt der TGL-Vorsitzende aber auch heraus, dass man die Pandemie äußerst vorsichtig betrachte. „Mich hat es selbst im März erwischt, als ich mich auf einer Geburtstagsfeier angesteckt habe. Ich bin zum Glück gut davongekommen, aber es gibt leider auch ganz andere Fälle.“

Letztlich habe die Turngemeinde wie auch viele andere Vereine gezeigt, dass es vernünftige und funktionierende Konzepte gebe, die Breitensport auch zu Corona-Zeiten möglich machen. Darum hat Kienlein einen großen Wunsch für 2021: „Lasst uns Sportler nach dem Lockdown wieder unseren Sport machen.“


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