23.12.2020, 15:39 Uhr

Gute Nachricht nach „Hammer-Eingriff“ Die kleine Isatou hat die OP gut überstanden


Das ist ja eine richtig gute Nachricht, so kurz vor Weihnachten, in diesem so besonderen Corona-Jahr: Die kleine Isatou aus Gambia, die dringend an der Speiseröhre operiert werden musste und hierfür auf Spenden angewiesen war (das Wochenblatt berichtete mehrfach), ist auf dem Weg der Besserung.

Ergoldsbach. Das siebenjährige Mädchen war am 1. Dezember in Regensburg operiert worden, hat mittlerweile die Intensivstation verlassen dürfen und kann seit wenigen Tagen sogar ganz vorsichtig etwas Reis essen.

„Nach diesem Hammer-Eingriff geht es nun bergauf“, freut sich Thomas Schiekofer. Der engagierte Raumausstatter aus Ergoldsbach hatte mit der Unterstützung des Caritasverbandes eine Spendenaktion zugunsten des Mädchens aus Gambia ins Leben gerufen. Denn der Kostenvoranschlag der OP lag bei circa 35.000 Euro. Schließlich wurde bei der aufwendigen OP der kaputte Teil der Speiseröhre entfernt und diese mit dem Magen verbunden. Zudem wurden in der sechsstündigen Operation Magen und Bauchdecke verschlossen.

In den kommenden Tagen werde Isatou mehrfach kontrolliert und auch eine Magenspiegelung vorgenommen. Sollte alles gut laufen, so hofft Thomas Schiekofer, dass die Siebenjährige noch vor Silvester das Krankenhaus verlassen kann. „Sie ist auf einem sehr guten Weg.“

Der Ergoldsbacher hatte vom Schicksal des Mädchens über seinen Gesellen, Isatous Onkel, erfahren. „Ich habe danach alle Hebel in Bewegung gesetzt, um dem Mädchen helfen zu können.“ Vom Ergebnis der Spendenaktion ist der Raumausstatter immer noch überwältigt. „Insgesamt sind rund 100.000 Euro zusammengekommen. Das ist der Wahnsinn!“ Mit dem Geld könne nicht nur die OP bezahlt werden. Zudem könne er nun im Anschluss eine Hilfestellung für ein halbwegs normales Leben geben.

Äußerst schön empfindet Schiekofer zudem die „vielen positiven Rückmeldungen, die ich regelmäßig bekomme. Da weiß ich, dass sich mein Engagement für Isatou gelohnt hat.“ Er wolle sich, „wenn alles vorbei ist“, auch bei allen Spenden direkt bedanken. „Mit solch einer enormen Resonanz hätte ich nie gerechnet. Toll, dass so viele Leute geholfen haben.“


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