09.12.2020, 05:37 Uhr

Polizei Landshut fahndet nach Tierhasser „Die Angst ist da, dass wieder etwas passieren könnte ...“


Mischling Loki vergiftet – die Polizei sucht den Tierhasser von Altdorf (Landkreis Landshut)

Altdorf. Wenn Levente S. aus Altdorf seinen Hund Loki sieht, geht ihm das Herz auf. „Es geht ihm wieder sehr gut“, erzählt der 40-Jährige erleichtert. Dass sein geliebter Mischling allerdings so quietschfidel unterwegs ist, ist keine Selbstverständlichkeit. Bis vor Kurzem nämlich hing das Leben des Vierbeiners am seidenen Faden.

Anfang November geht Levente S. mit Loki in Altdorf spazieren. In der Dekan-Wagner-Straße, unweit des Pfarrgartens, nimmt das Unheil seinen Lauf. Der dreijährige Rüde frisst einen Happen, der am Wegesrand liegt. Im Lauf der kommenden Tage verschlechtert sich der Zustand des Tieres dramatisch. Loki erbricht Blut, hat starken Durchfall, wird immer schwächer. Eine Tierärztin stellt fest: Loki hat eine schwere Vergiftung. Dass die Beschwerden erst nach einigen Tagen auftreten, lässt nur einen Rückschluss zu: Es war Rattengift. „Das wirkt zeitversetzt“, sagt Levente S. Sein Liebling bekommt Infusionen und Spritzen, wird auf Diät gesetzt. Ob er überlebt, ist völlig unklar. Sein Herrchen leidet mit: „Ich war nervlich am Ende.“ Es sind Tage der Angst, der quälenden Ungewissheit.

Dann zeigt sich: Die Therapie schlägt an, zum Glück. In den nächsten Tagen geht es dem Mischling Stück für Stück besser. Die professionelle Hilfe und seine gute Grundkonstitution haben ihm das Leben gerettet. „Er war jung und gesund“, sagt Levente S., „aber ich weiß nicht, was mit einem älteren Hund passiert wäre.“

Gut ein Monat ist seit dem Vorfall vergangen. Zwar ist Loki wieder genesen. Doch das Erlebte lässt dem 40-Jährigen keine Ruhe. Bei der Polizei hat er Anzeige erstattet. „Es ist davon auszugehen, dass ein bislang unbekannter Täter Giftköder im Bereich des Pfarrgartens ausgelegt hatte“, so ein Polizeisprecher. Es sei ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Sachbeschädigung sowie des Verstoßes nach dem Tierschutzgesetz eingeleitet worden. Die Polizeiinspektion bittet um Hinweise unter Telefon 0871/9252-0.

Bis dem Tierhasser das grausige Handwerk gelegt wird, ist Levente S. besonders vorsichtig. Der 40-Jährige gesteht: „Die Angst ist da, dass wieder etwas passieren könnte.“


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