25.11.2020, 12:40 Uhr

Ein Lichtblick in dunkler Zeit Das Weihnachtshaus in Landshut leuchtet heuer für den guten Zweck


Ein Lichtblick in dunkler Zeit: Familie Wallner sorgt für festliche Atmosphäre in Landshut – und sammelt Spenden für Kinder in Not

Landshut. Christkindlmärkte, Vereins- und Firmenfeiern abgesagt. Christbaumversteigerungen, Adventskonzerte oder Nikolausbesuche gestrichen – wegen Corona müssen die Menschen in Stadt und Landkreis in der Vorweihnachtszeit auf Vertrautes und Liebgewonnenes verzichten.

Das Ehepaar Wallner will für festlichen Flair in der Dreihelmenstadt sorgen. Ein bisserl Unbeschwertheit in einer belastenden Zeit. „Wir lassen uns die Weihnachtsstimmung nicht verderben“, sagt Uwe Wallner (46). Auch heuer erstrahlt das Weihnachtshaus in der Bayerwaldsiedlung. Wegen der Pandemie unter veränderten Bedingungen als in den Vorjahren, aber nicht minder sehenswert. Ein Lichtblick in dunkler Zeit.

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Wenn das Grundstück in der Osserstraße ab 1. Advent (täglich von 17 bis 21 Uhr) in voller Pracht erstrahlt, gibt's eine Vielzahl an sehenswerten Neuheiten. Im Mittelpunkt steht eine selbst gefertigte Schneelandschaft mit Eismeer, Pinguinen und Schneekugeln. „Das ist das Highlight dieses Jahr“, freut sich Uwe Wallner.

Aber es gibt noch viel mehr zu bestaunen. Eine 100 Meter lange Lichterkette taucht den Gartenzaun in warmes Licht. Auf dem Vordach des Wohnhauses thronen Geschenke. Im Garten zieht ein beleuchteter Schneemann alle Blicke auf sich. Ein fröhlicher Weihnachtsmann hangelt am Kamin, ein anderer entschwebt im Heißluftballon. Die Krippe, die im letzten Jahr Premiere feierte, ziert jetzt der Stern von Bethlehem. Dazu gibt's am und um das Haus Nussknacker, Zuckerstangen, bunte Schleifen und und und ... Natürlich werden bei der Beleuchtung LED und Lasertechnik verwendet – energiesparend und umweltfreundlich.

In den vergangenen Jahren haben die Wallners stets benachteiligte oder gehandicapte Menschen in ihr Winterwunderland eingeladen, Glühwein ausgeschenkt, Plätzchen verteilt. In Corona-Zeiten unmöglich, wegen des Infektionsrisikos. Dafür bekommen die Kinder heuer Christbaumschmuck aus Holz. „Natürlich mit Abstand und Maske“, betont Uwe Wallner. Am Gartenzaun machen Schilder auf die Abstandsregeln aufmerksam.

Mit ihrem Weihnachtshaus wollen die Wallners bis zum Dreikönigstag (6. Januar) sich selbst und anderen Menschen eine Freude bereiten. Und gleichzeitig helfen. Besucher können in eine Box am Gartenzaun für „Ecuador Licht und Schatten e.V.“ spenden. Der gemeinnützige Landshuter Verein unterstützt notleidende Kinder und Jugendliche in dem südamerikanischen Land.

Bei den Vorbereitungen, die schon im Oktober begannen, legen die Wallners eine Punktlandung hin. „Einige Kleinigkeiten sind noch zu tun“, so Uwe Wallner. Aber am Sonntag, pünktlich zum 1. Advent, kann der weihnachtliche Zauber in der Osser-straße beginnen.


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