30.10.2020, 13:48 Uhr

„Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“ 1. Landshuter Christkindlweg wegen Corona abgesagt

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Wegen der zunehmenden Zahl an Corona-Infektionen wird der geplante Christkindlweg in Landshut abgesagt.

Landshut. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen nimmt in ganz Südbayern weiter stark zu. Die Stadt Landshut hat daher den als Ersatz für den traditionellen Christkindlmarkt in der Freyung ab 20. November geplanten 1. Landshuter Christkindlweg abgesagt.

„Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, weil wir ein attraktives Konzept erarbeitet hatten, das auch die Belange des Infektionsschutzes berücksichtigt hätte“, sagt Oberbürgermeister Alexander Putz. Wegen des dynamischen Infektionsgeschehens sei es aber dringend nötig, die Sozialkontakte schnell zu reduzieren und auf das absolut notwendige Maß zu beschränken. Bund und Länder hätten sich deswegen am Mittwoch auf einen umfangreichen Maßnahmenkatalog geeinigt, der diesem Zweck dient und ab Montag zunächst bis Ende November gelten soll. „In dieser ernsten Lage sind Veranstaltungen wie der Christkindlweg das falsche Signal“, so Putz. „Wir würden damit viele Menschen in die Innenstadt locken – das ist aber genau das Gegenteil von dem, was wir wollen.“ Die Botschaft an alle Bürgerinnen und Bürger sei, in der Freizeit so weit wie möglich zu Hause zu bleiben. „Diesen Aufruf würden wir mit einem Christkindlweg konterkarieren.“

Der traditionelle Landshuter Krippenweg soll dagegen ab dem ersten Adventswochenende, also ab 28. November, nach derzeitigem Stand in stark reduziertem Umfang stattfinden. Auf die zentrale Ausstellung in der Dominikanerkirche muss aus Infektionsschutzgründen in diesem Jahr verzichtet werden. Die Krippen in Kirchen, auf öffentlichen Flächen wie vor dem Rathaus und in Geschäften werden dagegen aufgestellt, da von ihnen weder eine größere „Magnetwirkung“ auf Passanten noch ein erhöhtes Infektionsrisiko ausgeht.


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